Zusammenfassung von Rentabilitätsanalyse und Make-or-Buy-Entscheidungen
Rentabilitätsanalyse & Make-or-Buy-Entscheidungen: Leitfaden
Einführung
Die Wirtschaftlichkeitsanalyse im Gesundheitswesen bewertet, ob eine Maßnahme, ein Projekt oder eine Investition aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist. Im Fokus stehen der Vergleich von Input (Kosten) und Output (Einsparungen, Umsatzwirkungen, Folgewirkungen) über einen definierten Projektzeitraum (häufig 5 Jahre). Ziel ist Transparenz über finanzielle Effekte und die Grundlage für fundierte Entscheidungsprozesse.
Definition: Wirtschaftlichkeitsanalyse im Gesundheitswesen ist die systematische Bewertung von Kosten und Nutzen einer Maßnahme über einen definierten Zeitraum, um Entscheidungsträgern finanzielle und gesellschaftliche Auswirkungen aufzuzeigen.
Grundbausteine: Input und Output
Input (Kosten)
- Einmaliger Projektinput (Planung, Analyse, Einführung): Personal, Betriebsmittel, Software, Installation, Schulung, externe Dienstleistungen, Zinsen.
- Laufender Input (Betrieb/Wirkung): Personal, Betriebsmittel/Software, Material, Informationsmaterial/Kommunikation/Reisen, Instandhaltung/Wartung/Reparaturen, Raumbedarf, Fremdleistungen, Zinsen.
Definition: Ausgabewirksamer Input (AW) sind die tatsächlich zahlungswirksamen Ausgaben, die sofort die Liquidität beeinflussen.
Output (Einsparungen und Umsatzwirkungen)
- Direkte Kosteneinsparungen (Personal, Material, Wartung, Fremdleistungen, Raumbedarf, Zinsen).
- Umsatz-/Erlöswirkungen: Mehr oder weniger verrechnete Leistungen, Preisänderungen, Vermeidung von Erlöseinbußen.
- Bewertete langfristige Folgewirkungen auf Gesellschaftsebene (z. B. vermiedene Folgekosten durch Prävention).
Definition: Realisierbare Einsparungen (R) sind diejenigen Kostensenkungen, die tatsächlich erzielt und nachweisbar sind.
Cashwirksamkeit und kalkulatorische Posten
- Prüfen Sie, welcher Anteil der Einsparungen cashwirksam ist (liquide Mittel) und welche nur kalkulatorisch (z. B. kalkulatorische Zinsen, kalk. Abschreibungen).
- Kalkulatorische Zinsen entfallen beispielsweise, wenn Maschinen/Anlagen nicht mehr benötigt werden und damit kein gebundenes Kapital vorliegt.
Umsatz-/Erlöswirkungen: Worauf achten?
- Umsatzwirkungen sind oft unsicher und beruhen auf Annahmen. Die Qualität der Prognose steigt mit guter Dokumentation, Erfahrung vor Ort und Abstimmung mit Vertriebsprofis.
- Typische Kategorien:
- Mehr verrechnete Leistungen bei gleichbleibenden Preisen (zusätzlicher Deckungsbeitrag).
- Weniger verrechnete Leistungen (verlorener Deckungsbeitrag).
- Höhere oder niedrigere Preise/Entgelte.
- Vermeidung von Erlöseinbußen (Erhalt von Deckungsbeitrag).
Definition: Deckungsbeitrag (DB) ist der Beitrag zur Deckung der fixen Kosten und zur Erzielung eines Gewinns, meist berechnet als Erlös minus variable Kosten.
Monetäre Bewertung von Umsatzwirkungen
- Verwenden Sie die Deckungsbeitragsrechnung, um zusätzliche Erlöse in Deckungsbeitrag umzuwandeln.
- Wenn neue Kapazitäten erforderlich sind, ist eine Break-Even-Analyse notwendig, um zu entscheiden, ab welcher Menge zusätzliche Umsätze profitabel werden.
Gesellschaftliche Folgewirkungen
- Maßnahmen können gesamtgesellschaftlich Mehraufwendungen oder Einsparungen verursachen.
- Beispiel: Eine Präventionsmaßnahme kann Kosten im Gesundheitswesen reduzieren (Einsparungen der Gesellschaft), verursacht jedoch möglicherweise initialen Ressourcenbedarf.
Definition: Gesellschaftliche Folgewirkungen sind langfristige finanzielle Effekte im öffentlichen Bereich (z. B. vermiedene Krankenhausaufenthalte, reduzierte Sozialkosten), die über die Betriebsbilanz hinausgehen.
Prozessverlauf eines Projektes (Phasen)
- Analyse-/Planungsphase: meist nur Input (Personal, Reisen, externe Dienstleistungen).
- Einführungs-/Umsetzungsphase: Input intensiv, Output meist gering oder bedingt vorhanden.
- Betrieb
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Wirtschaftlichkeitsanalyse Gesundheitswesen
Klíčové pojmy: Trennung in einmaligen und laufenden Input (AW), Cashwirksame vs. kalkulatorische Kosten unterscheiden, Einsparungen nach Kostenarten systematisch erfassen, Umsatzwirkungen über Deckungsbeitrag bewerten, Break-Even prüfen, wenn Kapazitätserweiterung nötig ist, Amortisationszeit berechnen als Entscheidungskennzahl, Szenarioanalyse: bester/erwarteter/schlechtester Fall dokumentieren, Umsatzprognosen in Zusammenarbeit mit Vertriebsprofis erstellen, Gesellschaftliche Folgewirkungen transparent monetarisieren, Ergebnisse tabellarisch über Projektjahre darstellen, Annahmen und Quellen stets nachvollziehbar dokumentieren