Zusammenfassung von Verletzungen des Unterschenkels und Sprunggelenks
Verletzungen des Unterschenkels und Sprunggelenks: Ein Leitfaden
Einführung
Das Sprunggelenk ist häufig betroffen von Distorsionen, Bandverletzungen und Sprunggelenksfrakturen nach Weber. Dieses Material erklärt Aufbau, typische Verletzungen (ohne Achillessehne und Unterschenkelfrakturen), Diagnostik, konservative und operative Therapieprinzipien sowie wichtige Nachsorgemaßnahmen.
Definition: Das obere Sprunggelenk (OSG) umfasst die Gelenkflächen zwischen Tibia, Fibula und Talus und ermöglicht Plantarflexion und Dorsalextension.
Übersicht der Themen
- Bandverletzungen des OSG (Lateral, medial, Syndesmose)
- Sprunggelenksfraktur nach Weber (A, B, C)
- Diagnostik allgemein (pDMS, Röntgen)
- Therapieprinzipien (konservativ vs. operativ)
Wiederholung der Anatomie (kurz)
- Funktion: Plantarflexion / Dorsalextension
- Knochen: Trochlea tali (Gelenkkopf), Malleolengabel (Gelenkpfanne)
- Kranial: Syndesmosis tibiofibularis (Lig. tibiofibulare anterius/posterius, Membrana interossea)
- Medial: Lig. deltoideum (Pars tibiotalaris anterior/posterior, Pars tibionavicularis, Pars tibiocalcanea)
- Lateral: drei Bänder (Lig. talofibulare anterius, Lig. talofibulare posterius, Lig. calcaneofibulare)
Definition: Syndesmose: die bindegewebige Verbindung zwischen Tibia und Fibula oberhalb der Malleolen, wichtig für die Stabilität des OSG.
1. Bandverletzungen des OSG
Ätiologie und Mechanismus
- Distorsion des OSG = Verstauchung der Bänder
- Außenbandruptur (am häufigsten): durch Supinations- und Adduktionstrauma, oft betroffen: Lig. talofibulare anterius
- Innenbandruptur (selten): durch Pronationsverletzung
Klinik
- Lokale Schwellung, Hämatom
- Humpelndes Gangbild, Schmerz bei Belastung
- Druckschmerz entlang des betroffenen Bandverlaufs
- Seitenaufklappbarkeit bei ausgedehnter Bandläsion
Diagnostik
- Körperliche Untersuchung: pDMS (periphere Durchblutung, Motorik, Sensibilität)
- Palpation entlang der Bänder; Druck auf das Caput fibulae zum Ausschluss sehr hoher Weber-C-Fraktur
- Bildgebung: Röntgen in 2 Ebenen zum Ausschluss von Frakturen oder knöchernen Bandausrissen
Konservative Therapie (Standard bei Bandrupturen)
- Sofortmaßnahmen: PECH-Regel
- Pause
- Eis
- Compression
- Hochlagerung
- Weiterführend:
- evtl. Sprunggelenkorthese für mindestens 5 Wochen
- evtl. Unterschenkelgips für wenige Tage
- Operative Therapie nur in Ausnahmefällen (persistierende Instabilität oder knöcherne Ausrisse)
2. Sprunggelenksfraktur nach Weber
Einteilung (Klassifikation)
Tabelle: Weber A, B, C – Lage der Fibulafraktur und typische Begleitverletzungen
| Typ | Lokalisation der Fibulafraktur | Syndesmose | Begleitverletzungen |
|---|---|---|---|
| Weber A | unterhalb der Syndesmose | intakt | ggf. Innenknöchel-Fraktur |
| Weber B | in Höhe der Syndesmose | mögliche Läsion | Innenknöchel-Fraktur, evtl. Ruptur Lig. deltoideum |
| Weber C | oberhalb der Syndesmose | häufig Ruptur | Membrana interossea-Läsion, Innenknöchel-Fraktur, Ruptur Lig. deltoideum |
Ätiologie
- Häufigste Fraktur der unteren Extremität
- Entsteht bei Supinations- oder Pronationstraumata
- Supinationstrauma → häufiger Weber-A
- Pronations-/Rotationskräfte → Weber-B oder Weber-C
Klinik
- Schwellung, Hämatom, starke Schmerzen
- Fehlstellung, eingeschränkter Bewegungsumfang, Instabilität
- Bei offenen Frakturen: Wunden, sichtbare Knochenanteile
Diagnostik
- Klinisch: pDMS, Druckpalpation entlang der Fibula, Untersuchung angrenzender Gelenke
- Röntgen in zwei Ebenen: Einschätzung Frakturmuster, Stellung, knöcherne Begleitverletzungen
Therapie
- Ko
Hast du bereits ein Konto? Anmelden
Sprunggelenkverletzung — OSG & Weber
Klíčové pojmy: OSG besteht aus Tibia, Fibula, Talus und ermöglicht Plantarflexion/Dorsalextension, PECH-Regel ist Erste-Hilfe standard bei Bandverletzungen: Pause, Eis, Compression, Hochlagerung, Außenbandrupturen entstehen meist durch Supination; betroffenstes Band: Lig. talofibulare anterius, Syndesmoseverletzungen destabilisieren das OSG und fördern langfristig Arthrose, Weber-Klassifikation: A unterhalb, B in Höhe, C oberhalb der Syndesmose, Weber-A oft konservativ mit Unterschenkelgips ca. 6 Wochen, Dislozierte Weber-B/C-Frakturen werden meist operativ mit Platten/Schrauben versorgt, Diagnostik: pDMS, Druckpalpation (inkl. Caput fibulae), Röntgen in 2 Ebenen, Konservative Nachbehandlung: Orthese für mind. 5 Wochen oder kurzzeitiger Gips, Operative Nachsorge: Ruhigstellung, Physiotherapie, Thromboseprophylaxe, Bei persistierender Instabilität trotz konservativer Therapie operative Abklärung, Bei Verdacht auf komplexe Verletzung CT/MRT zur weiteren Abklärung