Karteikarten zu Spezifische Lernstörungen und Diagnostik
Spezifische Lernstörungen: Diagnostik, Formen und Merkmale
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Lernstörungen
45 Karten
Karte 1
Frage: Was versteht man unter dem Begriff ‚Lernstörungen‘ im Kontext schulischer Fähigkeiten?
Antwort: Umschriebene Schwierigkeiten beim Erwerb schulischer Kernfähigkeiten (Lesen, Rechtschreiben, Rechnen, Leseverständnis), oft mit komorbiden Entwicklung
Karte 2
Frage: Welche Begriffe werden synonym oder verwandtschaftlich für Lernstörungen verwendet?
Antwort: Spezifische Lernstörungen, Lernschwächen, Umschriebene Lernstörungen/-schwächen, Teilleistungsstörungen/-schwächen, Legasthenie/Dyslexie (Lesestörung)
Karte 3
Frage: Welche Kernsymptome kennzeichnen Kinder mit Lernstörungen?
Antwort: Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen und dem Erwerb dieser Kompetenzen; zusätzlich können Probleme mit Aufmerksamkeit, Konzentratio
Karte 4
Frage: Welche Probleme gehören nicht zum eigentlichen Lernstörungsbild und deuten eher auf eine andere Störung hin?
Antwort: Basale Wahrnehmungsprobleme (z. B. visuelle oder akustische Wahrnehmungsstörungen) sowie generell deutlich eingeschränkte allgemeine kognitive Leistun
Karte 5
Frage: Wie häufig sind Lese-Rechtschreibstörungen (LRS) und Rechenstörungen ungefähr in der Bevölkerung?
Antwort: Beide Störungsarten kommen ungefähr gleich häufig vor; etwa 4–10 % sind von LRS betroffen und etwa 4–10 % von Rechenstörungen.
Karte 6
Frage: Wie häufig treten Komorbiditäten zwischen Lese-Rechtschreibstörung und Rechenstörung auf?
Antwort: Zwischen 17–70 % der Kinder mit LRS haben auch Rechenschwäche; zwischen 11–56 % der Kinder mit Rechenstörung sind auch von LRS betroffen. Insgesamt ha
Karte 7
Frage: Gibt es genetische Einflüsse bei Lese-Rechtschreibstörungen und Rechenstörungen?
Antwort: Ja. Sowohl LRS als auch Rechenstörung haben einen genetischen/erblichen Anteil.
Karte 8
Frage: Unter welches Kapitel und welche Codierung fallen Lern- und Entwicklungsstörungen in der ICD-10?
Antwort: Kapitel V Psychische und Verhaltensstörungen (F00–F99), speziell Entwicklungsstörungen (F80–F89); Lernstörungen sind unter F81.- subsumiert.
Karte 9
Frage: Welche gemeinsamen Merkmale haben die Entwicklungsstörungen laut ICD-10?
Antwort: a) Beginn ausnahmslos im Kleinkindalter oder in der Kindheit; b) Entwicklungseinschränkung oder -verzögerung von Funktionen, die mit der Reifung des Z
Karte 10
Frage: Welche Funktionen sind bei Entwicklungsstörungen häufig betroffen und wie verändert sich das über die Zeit?
Antwort: Häufig betroffen sind Sprache, visuell-räumliche Fertigkeiten und Bewegungskoordination. Störungen bestehen meist seit dem frühestmöglichen Erkennungs