Test zu Historische Bildungsforschung und Kindheit
Historische Bildungsforschung und Kindheit: Ein Überblick
Test: Historische Bildungsforschung - Forschungsmethoden, Historische Bildungsforschung - Geschichte der Pädagogik, Historische Bildungsforschung - Kindheits- und Bildungsgeschichte, Tagebuchforschung, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Archivpraxis, Waldkindergärten
20 Fragen
Frage 1: Kindheit ist eine universell biologische Phase, die sich nicht je nach Kultur unterscheidet.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Laut den Studienmaterialien ist Kindheit keine universell biologische Phase und wird je nach Kultur unterschiedlich definiert mit unterschiedlichen Charakteristika.
Frage 2: Wie differenziert Wustmann laut den Studienmaterialien zwischen Kindheitsforschung und Kinderforschung?
A. Kindheitsforschung befasst sich mit der biologischen Entwicklung von Kindern, während Kinderforschung auf die soziale Konstruktion von Kindheit fokussiert ist.
B. Kindheitsforschung fokussiert auf die soziale Konstruktion von Kindheit, und Kinderforschung befasst sich mit der biologischen Entwicklung von Kindern.
C. Beide Formen untersuchen die kulturellen Praxen, welche Kinder untereinander oder mit Erwachsenen hervorbringen.
D. Wustmann sieht keinen Unterschied zwischen Kindheitsforschung und Kinderforschung, da beide Begriffe dasselbe Forschungsfeld beschreiben.
Erklärung: Laut Wustmann ist Kindheitsforschung auf die soziale Konstruktion von Kindheit fokussiert, während Kinderforschung sich mit der biologischen Entwicklung von Kindern befasst. Option 1 ist korrekt, da sie diese Unterscheidung genau wiedergibt.
Frage 3: Das Historische Zeitschriftenarchiv Anno ist ein virtueller Zeitungslesesaal der österreichischen Nationalbibliothek.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Anno ist als virtueller Zeitungslesesaal bei der österreichischen Nationalbibliothek angesiedelt, wo in historischen, österreichischen Zeitungen und Zeitschriften geblättert werden kann.
Frage 4: Welche Aspekte kennzeichnen Charlotte Bühlers entwicklungspsychologische Überlegungen zum Tagebuchschreiben?
A. Die Begründung der modernen Jugendforschung in Österreich.
B. Die Erklärung der zeitlichen Gebundenheit des Tagebuchschreibens an die Pubertät durch das Streben nach Selbstbestimmung und das Einsamkeitserlebnis.
C. Die Beobachtung, dass Mädchen typischerweise im Alter von 14 Jahren mit dem Tagebuchschreiben beginnen, während Buben später einsteigen.
D. Ihr Hauptwerk mit dem Titel „Das Seelenleben des Jugendlichen: Versuch einer Analyse und Theorie der psychischen Pubertät“.
Erklärung: Charlotte Bühler stellte Anfang 1920 entwicklungspsychologische Überlegungen zum Tagebuch an und begründete damit die österreichische Jugendpsychiatrie. Sie erklärte die zeitliche Gebundenheit des Tagebuchschreibens an die Pubertät mit dem Streben nach Selbstbestimmung, der Entwicklung des Ich-Bewusstseins, der Bedeutung sozialer Beziehungen und emotionalen Schwankungen, insbesondere dem von ihr genannten 'Einsamkeitserlebnis'. Sie beschrieb auch geschlechtsspezifische Unterschiede, wonach Mädchen im 14. Lebensjahr beginnen und Buben im 15., 17. oder 18. Lebensjahr. Ihr Hauptwerk ist „Das Seelenleben des Jugendlichen: Versuch einer Analyse und Theorie der psychischen Pubertät“. Die moderne Jugendforschung wurde mitbegründet von Siegfried Bernfeld.
Frage 5: Im Sinne des kulturwissenschaftlichen Zugangs zum Tagebuch kann laut den Materialien als Analyseebene die strukturelle Ebene in den Blick genommen werden.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Studienmaterialien erwähnen im Sinne des kulturwissenschaftlichen Zugangs zum Tagebuch nur die 'Inhaltliche Ebene: Erzählung' als Analyseebene. Eine 'strukturelle Ebene' wird nicht genannt.