Karteikarten zu Historische Bildungsforschung und Kindheit
Historische Bildungsforschung und Kindheit: Ein Überblick
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Historische Bildungsforschung: Forschungsthemen
36 Karten
Karte 1
Frage: Nennen Sie zwei Motive für die Entwicklung der Historischen Bildungsforschung.
Antwort: 1) Abkehr von traditioneller pädagogischer Selbstdeutung (Schule als Ideologie) — vorherige Funktion: Bewusstsein legitimer pädagogischer Aufgabe erze
Karte 2
Frage: Warum ist Historische Bildungsforschung ein Teilgebiet der Erziehungswissenschaft?
Antwort: Sie liefert einen historischen Zugang zum Fach, sichert die Tradierung pädagogischen Wissens und ermöglicht reflektiertes Verstehen heutiger Pädagogik
Karte 3
Frage: Nennen Sie vier aktuelle Zugänge zur Historischen Bildungsforschung.
Antwort: 1) Kritik an Meisternarrativen (Hinterfragung von Ausgrenzung, Macht, Scheitern). 2) Einbezug marginalisierter Gruppen und Sichtweisen. 3) Selbstkriti
Karte 4
Frage: Wofür interessieren sich aktuelle Zugänge der Historischen Bildungsforschung besonders?
Antwort: Für den Spielraum der Handelnden zur Herstellung, Aneignung und Deutung ihrer Verhältnisse; z. B. das Einholen von Stimmen Betroffener (Heimkinder) un
Karte 5
Frage: Was bedeutet es, wenn aktuelle Zugänge die "Stimme der Betroffenen" einholen und was setzt das voraus?
Antwort: Es wird aus Sicht der Betroffenen (z. B. Heimkinder) statt Institutionssicht berichtet. Voraussetzung: Kontakt zu Betroffenen, Bereitschaft zur Teilun
Karte 6
Frage: Geben Sie ein Beispiel für ältere Geschichte der Pädagogik und ihren Zweck.
Antwort: Josef Göttlers Buch ‚Geschichte der Pädagogik‘ (1921) — verfasst als Leitlinie für Studierende; Kontext: Lehrpersonalausbildung.
Karte 7
Frage: Was bedeutet die Abkehr neueren historiographischen Denkens von traditionellen pädagogischen Selbstdeutungen?
Antwort: Der Fokus verschiebt sich von Institutionen hin zu den Adressaten öffentlicher Erziehung; es entsteht eine ‚Geschichte der Pädagogik von unten‘.
Karte 8
Frage: Erklären Sie das ideengeschichtliche Paradigma der Historischen Bildungsforschung und nennen Sie ein Beispiel.
Antwort: Untersuchung pädagogischer Ideen; früher wenig reflektiert (Meisternarrative), heute methodisch-theoretisch durch Ideologiekritik und Diskursanalyse b
Karte 9
Frage: Erklären Sie das sozialgeschichtliche Paradigma und nennen Sie ein Beispiel aus der Historischen Bildungsforschung.
Antwort: Untersucht spezifische Realität von Erziehung und Bildung an konkretem Ort und Zeit; nutzt Texte, Statistik, Bildmaterial, Rituale und Alltagsphänomen
Karte 10
Frage: Was ist das Ziel des historisch-vergleichenden Paradigmas in der Bildungsforschung?
Antwort: Unterscheidung von Phänomenen in unterschiedlichen Gesellschaftsformationen; Gegen ethnozentrische, nationalistisch fixierte Geschichtsschreibung und