Grundlagen der Krankenpflege

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Die Grundlagen der Krankenpflege umfassen ein breites Spektrum an essenziellen Kenntnissen und Fähigkeiten, die für eine professionelle und patientenzentrierte Versorgung unerlässlich sind. Von der Prävention von Infektionen bis zur ganzheitlichen Betreuung – dieses Wissen ist für Studierende der Pflege entscheidend. In diesem Artikel beleuchten wir wichtige Aspekte der Krankenpflege, die dir helfen, die komplexen Anforderungen des Berufs besser zu verstehen und dich optimal auf Prüfungen oder die Praxis vorzubereiten.

Nosokomiale Infektionen: Grundlagen und Prävention in der Krankenpflege

Eine nosokomiale Infektion, oft auch als Krankenhausinfektion bezeichnet, ist eine Infektion, die Patient*innen oder medizinisches Personal während eines Aufenthalts in einer Gesundheitseinrichtung oder bei einer Behandlung erwerben. Diese Infektion war bei der Aufnahme noch nicht vorhanden. Sie wird durch Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten verursacht. Symptome treten typischerweise frühestens am dritten Tag nach Beginn des Aufenthalts oder der Behandlung auf.

Ursachen und Risikofaktoren nosokomialer Infektionen

Verschiedene Faktoren begünstigen die Entstehung nosokomialer Infektionen. Dazu gehören:

  • Kontaminierte Oberflächen und Geräte: Krankheitserreger können auf Flächen, Instrumenten und Geräten überleben.
  • Geschwächtes Immunsystem der Patient*innen: Alter, Krankheit, Operation oder intravenöse Therapie können das Immunsystem schwächen.
  • Invasive medizinische Maßnahmen: Operationen, Katheter, Beatmung oder Infusionen erhöhen das Risiko.
  • Unzureichende Händehygiene des Personals: Eine der wichtigsten Ursachen für die Übertragung von Keimen.
  • Mangelnde Reinigung und Desinfektion: Von Geräten, Instrumenten und Oberflächen.
  • Langer Krankenhausaufenthalt und überfüllte Stationen: Erhöhen den Kontakt mit Krankheitserregern.
  • Antibiotikaresistenz: Resistente Bakterien sind schwer zu behandeln.
  • Mangelnde Einhaltung von Infektionskontrollmaßnahmen: Zum Beispiel kein Tragen von Handschuhen oder Schutzkleidung.

Standardhygienemaßnahmen im Krankenhaus

Um nosokomialen Infektionen vorzubeugen, sind Standardhygienemaßnahmen essenziell. Diese gelten immer, auch wenn keine Infektion bekannt ist:

  • Händehygiene: Regelmäßiges Waschen oder Desinfizieren der Hände, besonders vor und nach Patientenkontakt.
  • Tragen von Schutzhandschuhen: Bei Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten.
  • Mund-Nasen-Schutz: In Risikosituationen.
  • Kittel und Schutzkleidung: Zum Schutz der Kleidung.
  • Reinigung und Desinfektion: Von Oberflächen und Geräten.
  • Richtige Entsorgung: Von infektiösem Abfall.
  • Isolierung von Patient*innen: Bei bestimmten Infektionen.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) verstehen: Grundlagen der Krankenpflege

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist entscheidend, um Personal und Patient*innen vor Infektionen zu schützen. Sie wird je nach Risiko und besonders bei bekannten oder vermuteten Infektionen schon vor dem Patientenkontakt angelegt.

Bestandteile der PSA:

  1. Schutzhandschuhe: Werden bei Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Materialien getragen.
  2. Polyethylen-Schürze (PE-Schürze): Ein Einwegprodukt, das die Kleidung vor Flüssigkeiten, Verschmutzungen, Blut oder anderen Körpersekreten schützt, z. B. bei der Pflege und Wundversorgung.
  3. Schutzkittel (Schutzmantel): Muss flüssigkeitsdicht, langärmelig sein und feste Bündchen sowie einen Rückverschluss haben. Keimarme Schutzkittel werden bei erhöhtem Infektionsrisiko verwendet (z. B. bei MRSA, infektiösem Durchfall, nach Knochenmarktransplantation oder bei Frühgeborenen).
  4. Augenschutz (Schutzbrille): Schützt die Augen vor infektiösen Materialien und wird getragen, wenn Spritzer erregerhaltigen Materials möglich sind (z. B. beim endotrachealen Absaugen oder Umgang mit Reinigungs-/Desinfektionsmitteln).
  5. Haarschutz: Wird im OP oder bei invasiven Eingriffen getragen, um Patient*innen und Personal vor Spritzern infektiösem Materials zu schützen. Er muss alle Haare vollständig bedecken und wird nach einmaligem Gebrauch entsorgt.
  6. Mund-Nasen-Schutz (MNS): Schützt vor Tröpfcheninfektionen und dient hauptsächlich dem Fremdschutz, teilweise auch dem Eigenschutz. Wichtig sind korrekte Anwendung und Händehygiene vor/nach dem Anlegen.

Arten von Masken:

  • Gesichtsvisier: Schützt das Gesicht, besonders die Augen, vor Spritzern von Blut und Körperflüssigkeiten. Wird als zusätzlicher Schutz verwendet.
  • OP-Maske: Wird vor allem im Operationsbereich verwendet und schützt hauptsächlich den Patienten vor Keimen des Personals.
  • FFP2 / FFP3 Masken: Schützen vor Tröpfchen und Aerosolen. Bieten einen sehr hohen Eigenschutz und werden bei gefährlichen Infektionen eingesetzt.

Isoliermaßnahmen und ihre Bedeutung in der modernen Krankenpflege

Isoliermaßnahmen sind Vorsichtsmaßnahmen im Krankenhaus, um die Übertragung von Infektionskrankheiten zwischen Patientinnen, Personal und Besuchern zu verhindern. Sie werden je nach Infektionsart, Übertragungsweg und Infektionsrisiko festgelegt. Ein Isolierzimmer ist in der Regel ein Einzelzimmer mit eigenem Bad, Desinfektionsmitteln und einem Bereich zum An- und Ausziehen der Schutzkleidung. Patientinnen dürfen das Zimmer nur nach Absprache verlassen.

Arten der Isolierung zur Prävention von Infektionen

  1. Einzelisolierung: Ein Patient liegt allein im Zimmer, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern (z. B. bei Tuberkulose oder Ebola). Personal trägt Schutzkleidung und alles wird desinfiziert.
  2. Kohortenisolierung: Mehrere Patient*innen mit derselben Infektion werden zusammen untergebracht, wenn keine Einzelzimmer verfügbar sind (z. B. bei Influenza oder Noroviren-Ausbrüchen).
  3. Strenge Isolierung: Bei hoch ansteckenden und gefährlichen Krankheiten. Patient*innen in Einzelzimmern mit negativem Druck, Personal trägt vollständige Schutzkleidung, streng begrenzte Zugangskontrolle (z. B. bei Varizellen, Masern oder Ebola).
  4. Kontaktisolierung: Verhindert die Übertragung durch direkten oder indirekten Kontakt. Patient*innen im Einzelzimmer oder in Kohorten. Personal trägt Kittel und Handschuhe, strikte Händehygiene (z. B. bei MRSA oder Noroviren).
  5. Schutzisolierung: Schützt immungeschwächte Patientinnen vor Infektionen von außen. Hier wird der Patient geschützt, nicht die Umgebung (z. B. bei onkologischen Patientinnen, Transplantierten oder schweren Verbrennungen).

Präoperative Vorbereitung: Sicher durch die Operation

Die präoperative Vorbereitung umfasst mehrere Maßnahmen, um Patient*innen optimal auf eine geplante Operation vorzubereiten und Komplikationen zu minimieren.

Wichtige Schritte vor der Operation

  1. Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz: 6 bis 8 Stunden vor der OP darf der Patient nichts essen, trinken, rauchen oder Kaugummi kauen. Dies beugt Aspiration, Magen-/Duodenalulzera und einem verstärkten Postaggressionsstoffwechsel vor. Bei Durstgefühl wird Mundpflege angeboten.
  2. Darmentleerung: Bei extraabdominellen Eingriffen orale Laxantien, bei kleinen intraabdominellen Eingriffen Klysmen oder manchmal keine Darmentleerung (nur ärztliche Anordnung). Ziel ist die Vermeidung von Stuhlabgang während der OP, postoperativer Stuhleindickung und eines postoperativen Ileus. Die Maßnahme soll schonend sein.
  3. Körperpflege und Rasur: Eine gründliche Körperpflege reduziert Hautkeime und beugt Wundinfektionen vor. Nagellack, Schmuck, Prothesen und Kontaktlinsen müssen entfernt werden. Die Patientin erhält frische Bettwäsche und ein OP-Hemd. Eine Rasur erfolgt nach OP-Schnittführung, möglichst kurz vor der OP (Alternativen: Clipping oder Enthaarungscreme).
  4. Prämedikation: Beruhigende Medikamente senken den Narkosemittelverbrauch, vermeiden unerwünschte Nebenwirkungen und reduzieren das Operationsrisiko. Wichtig: Nach der Gabe darf der Patient nicht mehr alleine aufstehen (Sturzgefahr).
  5. Psychische Begleitung: Empathische Betreuung durch Pflegepersonen ist essenziell, um Ängste (von konkreten Sorgen bis zu existenzieller Angst) zu reduzieren.

Postoperative Pflege und Prophylaxen: Grundlagen der Krankenpflege nach OP

Nach einer Operation sind gezielte pflegerische Maßnahmen entscheidend, um Komplikationen vorzubeugen und die Genesung zu fördern.

Erlernen postoperativer Fertigkeiten

Patient*innen sollen aktiv bei Prophylaxen nach der OP mithelfen. Dafür werden sie vorab über die Wichtigkeit der Übungen informiert, diese gezeigt und gemeinsam geübt. Nach der OP sollen die Übungen oft, aber ohne Erschöpfung, durchgeführt werden.

Atemgymnastische Übungen

Diese Übungen zielen auf eine gute Atmung und effektives Husten ab, um Sekret zu mobilisieren. Tiefes Einatmen vor dem Husten verstärkt den Hustenreflex. Ohne effektives Abhusten besteht die Gefahr von Atelektasen und Pneumonien. Wichtige Übungen sind bewusst tiefes und langsames Ein- und Ausatmen sowie effektives Abhusten mit Wundschienung.

Wundschienung: Hände flach auf oder neben die Wunde legen und leicht drücken. Bei Thorax-OP Hände seitlich am Brustkorb. Unterstützung durch Physiotherapie, spezielle Lagerungen oder atemstimulierende Einreibungen können helfen.

Präoperative Schmerzschulung

Patient*innen werden über Schmerzen und die Visuelle Analoge Schmerzskala (VAS) informiert, um ihnen ein besseres Schmerzmanagement nach der Operation zu ermöglichen.

Pflegerische Thromboseprophylaxe: Mobilisation und MTS

Die pflegerische Thromboseprophylaxe zielt darauf ab, venöse Durchblutungsstörungen zu vermeiden, das Kreislaufsystem zu stimulieren und einen optimalen Gasaustausch zu gewährleisten. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Grundlagen der Krankenpflege.

Mobilisation im Bett

Regelmäßige Bewegung im Bett hilft, Thrombosen vorzubeugen:

  • Kreisförmige Bewegungen der Vorfüße (Großzehe zieht großen Kreis).
  • Hände zur Faust ballen und wieder öffnen.
  • Durchbewegen von Ellenbogen und Schulter.
  • „Fahrradfahren“ im Bett mit Beugung und Streckung der Knie- und Hüftgelenke.
  • Diverse Möglichkeiten, sich im Bett zu drehen und hochzurutschen.

Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe (MTS)

Der MTS ist ein elastischer, luftdurchlässiger Strumpf mit einem kleinen Zehenfenster zur Kontrolle der Zehenfarbe und frühzeitigen Erkennung von Ödemen. Er wird bei bettlägerigen Patient*innen 24 Stunden getragen und ist eine ärztlich verordnete Dauertherapie.

Beim Anlegen zu beachten:

  • Mit der Hand bis zur Fersenrundung in den Strumpf fahren und bis zur Ferse umstülpen.
  • Sorgfältig über Vorfuß und Ferse stülpen, Ferse muss genau in der Fersenrundung liegen.
  • Strumpf ohne Verdrehung nach oben ziehen.
  • Darauf achten, dass im Bereich des Sprunggelenks keine Falten entstehen.
  • Das Inspektionsfenster muss korrekt positioniert sein.

Zusätzlich ist eine regelmäßige Hautkontrolle notwendig, um Druckstellen oder Hautschäden frühzeitig zu erkennen.

Dysphagie und Aspirationsprophylaxe: Einblick für Pflegende

Dysphagie ist eine Störung des Schluckvorgangs, die die gesamte Nahrungsaufnahme betrifft. Patient*innen haben Probleme, Speisen und Getränke im Mund zu behalten und den Nahrungsbrei zum Rachen zu transportieren. Besonders häufig tritt sie bei älteren Menschen auf (Presbyphagie).

Häufigste Ursachen und Symptome

Meist sind neurologische Erkrankungen die Ursache, wie Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Demenz oder Schädel-Hirn-Verletzungen.

Symptome der Dysphagie:

  • Husten beim Essen oder Trinken
  • Räuspern, belegte/veränderte Stimme
  • Häufiges Nachschlucken
  • Atemwegsinfekte, Erstickungsanfälle
  • Gewichtsabnahme, Angst sich zu verschlucken

Bei diesen Symptomen ist eine genaue Diagnose durch Neurologie, HNO oder Logopädie notwendig.

Aspiration und ihre Folgen

Aspiration bedeutet, dass Nahrung oder Flüssigkeit in die Luftröhre statt in die Speiseröhre gelangt. Besonders gefährlich ist die stille Aspiration, die ohne Husten verläuft. Die größte Gefahr ist die Aspirationspneumonie.

Weitere Folgen der Dysphagie:

  • Malnutrition (Mangelernährung)
  • Dehydration (Austrocknung)

Viele Patient*innen essen und trinken aus Angst vor dem Verschlucken zu wenig.

Die 4 Schluckphasen

  1. Orale Vorbereitungsphase: Nahrung wird im Mund vorbereitet (Bolusbildung).
  2. Orale Transportphase: Zunge transportiert den Bolus nach hinten.
  3. Pharyngeale Phase: Schluckreflex, Verschluss der Atemwege (hier passiert Aspiration).
  4. Ösophageale Phase: Transport in den Magen.

Einteilung der Dysphagie und passende Kostformen

  1. Leichte Dysphagie:
  • Symptome: Verschlucken bei Flüssigkeiten, Husten.
  • Ernährung: Nur eine Konsistenz (fest oder flüssig), keine Mischkonsistenzen (Suppe mit Einlage, Kaffee mit Brot), keine bröseligen oder faserigen Speisen, keine kohlensäurehaltigen Getränke. Getränke evtl. eindicken.
  • Geeignet: Cremesuppen, weiches Obst/Gemüse, weich gekochtes Fleisch, Hackfleisch, Schnittkäse.
  1. Mittelschwere Dysphagie:
  • Symptome: Häufiges Verschlucken, Husten, Würgen, Speisereste im Mund.
  • Ernährung: Pürierte/breiige Kost. Joghurt, Apfelmus, Pudding geeignet. Rindenloses Weißbrot mit Streichbelag möglich. Leicht säuerliche Speisen besser. Schokolade, Milch, Kakao schlecht (Speichel wird dick).
  1. Schwere Dysphagie:
  • Symptome: Kaum oder kein Husten, sehr hohe Aspirationsgefahr.
  • Ernährung: Keine orale Nahrungsaufnahme → Ernährung über Nasogastralsonde oder PEG.

Aspirationsprophylaxe – Pflegemaßnahmen

  • Aufrechte Sitzposition (90°).
  • Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule, Schultern leicht nach vorne, Rücken gestützt.
  • Füße am Boden, Arme auf dem Tisch.
  • Kleine Bissen, langsam essen lassen.
  • Getränke andicken, keine Mischkonsistenzen.
  • Beobachtung während des Essens.
  • Unterstützung durch Logopädie / facio-orale Therapie.

Deprivationsprophylaxe: Isolation verhindern, Wohlbefinden fördern

Deprivation bedeutet Entbehrung, Entzug, Verlust oder Isolation von Vertrautem, verbunden mit einem Gefühl der Benachteiligung. Pflegerisch bedeutet dies das Vorenthalten von körperlicher und emotionaler Zuwendung sowie den Entzug von Sinnesreizen. Dies tritt häufig bei immobilen Bewohner*innen, insbesondere im Krankenhaus oder Heim, auf. Eine wichtige Aufgabe in den Grundlagen der Krankenpflege ist, dies zu verhindern.

Zeichen, Grundsätze und Ziele der Deprivationsprophylaxe

Zeichen: Fehlender Genesungswille, Passivität, Desorientiertheit, Apathie, Depression, Regression, Inkontinenz, körperlicher Verfall.

Grundsätze:

  • Keine unvermeidliche Folge von Pflegebedürftigkeit/Immobilität.
  • Reize aktiv anbieten, nicht abwarten.
  • Biografie, Vorlieben, Gewohnheiten genau kennen (zentral!).

Ziele:

  • Gefährdung früh erkennen.
  • Reizmangel vermeiden, sensorische Reize sichern (visuell, kommunikativ).
  • Isolation verhindern, Einbindung in Gemeinschaft, Angehörige/Freunde einbeziehen.
  • Körperwahrnehmung verbessern, Folgen der Deprivation lindern.

Gefährdungsgrad – Risikofaktoren und Symptome

Risikofaktoren: Geschwächte Sinne, Schwierigkeiten soziale Kontakte aufzubauen, psychische Erkrankungen, schwere Schicksalsschläge, veränderter sozialer/räumlicher Rahmen, therapeutische Einschränkungen (Isolation, Bettruhe).

Symptome einer beginnenden Deprivation:

  • Regression („wird wieder zum Kind“), Körpervernachlässigung.
  • Abwehr bei Berührung, Schaukelbewegungen, Nesteln, Summen, Selbstgespräche, Schreien.
  • Apathie, Teilnahmslosigkeit, Kommunikationsverweigerung.
  • Todeswunsch, sozialer Rückzug, Nahrungsverweigerung, Inkontinenz ohne organische Ursache.
  • Panik, Depression, akute Verwirrtheit, wirre Sprache, Illusionen, Halluzinationen.

Mögliche Ursachen:

  • Sensorisch: Hör-, Seh-, Sensibilitätsstörungen.
  • Sozial: Keine Kontakte, Ausgrenzung, Sprachbarrieren, Isolation.
  • Kognitiv: Langeweile, monotone Tagesstruktur, eintönige Umgebung.

Maßnahmen – Umgebungsgestaltung und Pflegerische Interventionen

Umgebungsgestaltung:

  • Farben, Blumen, gute Beleuchtung, Nachtlicht.
  • Flure auflockern, Orientierungshilfen.
  • Tür offen lassen für akustisch-visuelle Reize, evtl. Doppelzimmer statt Einzelzimmer.
  • Decke gestalten (Bilder, Mobile) bei Rückenlage.
  • Fotos, persönliche Gegenstände im Sichtfeld. Bett mit Blick zum Fenster, ggf. Bett ins Freie schieben.
  • Ehrenamtliche, Tierbesuchsdienst, Kontakte aktivieren. Gerüche beseitigen.
  • Temperatur natürlich schwanken lassen. Radio/TV, Hörbücher gezielt einsetzen.

Pflegerische Maßnahmen:

  • Oberkörperhochlagerung, Mobilisation (Schaukelstuhl), unterschiedliche Lagerungen bei Bettlägerigkeit.
  • Bezugspflege, aktivierende Pflege. Seh-, Hör-, Gehhilfen kontrollieren.
  • Auch immobile Bewohner*innen tagsüber ankleiden.
  • Snoezelen, basale Stimulation (Fühlsäckchen, Düfte, Waschungen).
  • Mund-/Nasenpflege → Geschmackssinn erhalten. Aufmerksamkeit auch bei gutem Allgemeinzustand.
  • Angehörigenbesuche, Körperkontakt, 10-Minuten-Aktivierung, kurze, regelmäßige Zimmerbesuche.
  • Spirituelle/kulturelle Angebote, Spiele, Hörbücher. Zweiseitige, angemessene Kommunikation.

Folgen unbehandelter Deprivation: Hospitalismus-Schäden, schwere Persönlichkeitsstörungen, körperliche Deformationen, Schwierigkeiten beim Reizaufbau.

Gedächtnistraining: Ressourcen stärken in der Krankenpflege

Gedächtnistraining umfasst Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung von Gedächtnis, Konzentration und Orientierung. Es zielt darauf ab, vorhandene Ressourcen zu aktivieren, kognitiven Abbau, Apathie und Rückzug vorzubeugen.

Grundsätze und Inhalte des Gedächtnistrainings

Grundsätze:

  • An Biografie, Interessen und Gewohnheiten anknüpfen.
  • Regelmäßig und in kurzen Einheiten durchführen (z. B. 10-Minuten-Aktivierung).
  • Überforderung vermeiden, Erfolgserlebnisse ermöglichen.
  • Wertschätzende, motivierende Atmosphäre schaffen.

Formen / Inhalte:

  • Gespräche über frühere Erlebnisse (Biografiearbeit).
  • Bilder, Fotos, Gegenstände zur Erinnerung nutzen.
  • Reime, Sprichwörter, Lieder, Gebete vervollständigen.
  • Einfache Rechenaufgaben, Wortspiele, Rätsel.
  • Zeitung lesen, über aktuelle Themen sprechen.
  • Gesellschaftsspiele, Hörbücher, Vorlesen, gemeinsames Singen.

Wirkung: Förderung von Konzentration, Aufmerksamkeit, Sprache. Stärkung des Selbstwertgefühls. Soziale Interaktion und Strukturierung des Tagesablaufs. Erhalt der kognitiven Fähigkeiten möglichst lange.

Multimorbidität im Alter: Eine Herausforderung der Krankenpflege

Multimorbidität bedeutet das gleichzeitige Vorhandensein von zwei oder mehr chronischen Erkrankungen bei einer Person. Sie tritt besonders häufig im Alter auf: 62 % der Menschen über 65 Jahre sind multimorbid (mindestens drei chronische Erkrankungen gleichzeitig).

Ursachen, betroffene Organsysteme und Besonderheiten

Ursachen: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für chronische Erkrankungen. Risikofaktoren sind Rauchen, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung.

Betroffene Organsysteme: Herz-Kreislauf-System, Atmungsorgane, Bewegungs- und Stützapparat, Stoffwechselsystem. Viele dieser Erkrankungen stehen in Wechselbeziehung.

Besonderheiten im Alter: Multimorbidität ist komplexer und schwerwiegender als bei jungen Menschen, geht mit einer längeren Krankengeschichte und einem höheren Risiko für Komplikationen einher. Spezielle medizinische Betreuung und Pflege sind notwendig, um die bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten.

Häufigste Erkrankungen und Folgen

Häufigste Erkrankungen: Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Diabetes Typ 2, COPD, Asthma, Arthrose, Depressionen, Angststörungen, Demenz.

Folgen der Multimorbidität:

  • Multimorbidität ist mehr als die Summe einzelner Erkrankungen und geht oft einher mit Inkontinenz, kognitiven Defiziten, Immobilität, Sturzgefährdung und Schmerzen.
  • Polypharmazie: Viele Medikamente, Gefahr von Wechselwirkungen und weiteren Beschwerden.

Herausforderungen für Angehörige und Pflege: Koordination von Medikamenten und Therapien, Organisation von Arztbesuchen, Kommunikation zwischen Fachärzten, emotionale Belastung, genaue Beobachtung des Gesundheitszustandes, Sicherstellung der richtigen Medikamenteneinnahme.

Gesellschaftliche Auswirkungen: Mehr Arztkontakte, längere Krankenhausaufenthalte, höhere Krankheitskosten, Herausforderung für Gesundheitssystem und Pflege.

Sturzprophylaxe: Sicherheit im Alltag gewährleisten

Die Sturzprophylaxe umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, Stürze zu vermeiden. Besonders ältere Menschen sind betroffen, da sich der Körper mit dem Alter verändert. Typische Veränderungen sind Muskelschwäche, Gleichgewichtsstörungen, nachlassende Sehkraft und instabiler Kreislauf. Diese Faktoren erhöhen das Sturzrisiko stark. Besonders bei Osteoporose können Stürze gefährlich sein, da schon kleine Stürze zu Knochenbrüchen führen können.

Zentrale Interventionen zur Sturzprophylaxe

  1. Umgebungsanpassungen: Stolperfallen entfernen (Teppiche, Kabel), Handläufe und Geländer installieren, rutschfeste Böden, gute Beleuchtung, sichere Möbel. Ziel ist eine sicherere Umgebung.
  2. Mobilitätstraining und Muskelstärkung: Gezieltes Training stärkt Muskeln, verbessert Gleichgewicht und Koordination, erhöht die Beweglichkeit. Ältere Menschen werden stabiler.
  3. Medikamentenmanagement: Viele Medikamente können Schwindel, Müdigkeit oder Benommenheit verursachen. Regelmäßige Kontrolle, Dosisanpassung oder Medikamentenwechsel können Stürze vermeiden.
  4. Augenuntersuchungen: Regelmäßige Kontrollen erkennen Sehprobleme früh, passen Brillen an und verbessern die Orientierung. Schlechte Sehkraft erhöht das Sturzrisiko.
  5. Sturzrisiko-Einschätzung und maßgeschneiderte Planung: Regelmäßige Bewertung des Sturzrisikos ermöglicht individuelle Interventionen, zugeschnitten auf spezifische Bedürfnisse und Fähigkeiten.
  6. Technologieunterstützung: Sturzsensoren, Notrufsysteme, Apps zur Überwachung erkennen Stürze oder Notfälle und sorgen für schnelle Hilfe.

Gefahrenquellen und Wohnraumadaptierungen

Die Wohnung älterer Menschen ist oft nicht angepasst. Eine sichere Umgebungsgestaltung ist daher essenziell.

  • Vorraum: Stolperfallen entfernen, Sitzgelegenheit zum Schuhe anziehen, Handläufe, Ordnung schaffen.
  • Küche: Dinge in Augenhöhe lagern, gute Beleuchtung, ausziehbare Schränke, sichere/einfache Geräte, freie Wege.
  • Wohnzimmer: Sessel/Sofa in richtiger Höhe, Armlehnen zum Aufstehen, scharfe Kanten sichern, Telefon leicht erreichbar.
  • Schlafzimmer: Bett nicht zu niedrig, Nachtlicht, Hilfsmittel in der Nähe (z. B. Toilettenstuhl).
  • Badezimmer/Toilette: Rutschfeste Matten, Haltegriffe bei WC und Dusche, Toilettenerhöhung, einfache Wasserhähne.
  • Gesamte Wohnung: Rauch- und Feuermelder, gute Beleuchtung (besonders nachts), Bewegungssensoren für Licht, Handläufe an Treppen, Teppiche befestigen, Boden reparieren, Stufen markieren.

Angst und Entspannungsverfahren in der Pflege

Angst (nach NANDA) ist ein unsicheres, unbestimmtes Gefühl von Bedrohung oder Unwohlsein, oft ohne klare Ursache. Autonome Reaktionen bei Angst sind verminderte Konzentration, Unruhe, Nervosität sowie körperlich Schwitzen, erhöhter Puls und blasse Haut.

Entspannungsverfahren als Coping-Strategie

Entspannungsverfahren sind wichtig, um die körperliche Anspannung bei Angst zu reduzieren. Sinkt die Anspannung, werden Symptome wie Unruhe, Herzklopfen und Druck auf der Brust weniger. Wichtige Methoden sind die progressive Muskelentspannung (Muskel anspannen und loslassen) und das autogene Training (Entspannung durch innere Formeln). Regelmäßiger Sport hilft ebenfalls, Stresshormone abzubauen. Diese Methoden dienen als Coping-Strategie und werden auch in der Psychotherapie eingesetzt.

Basale Stimulation: Das Leben spüren in der Krankenpflege

Die basale Stimulation ist ein Förderkonzept, das auf die Anregung und Förderung der Körperwahrnehmung und Bewegung abzielt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Grundlagen der Krankenpflege.

Zentrale Ziele und Konzepte der Basalen Stimulation

Zentrale Ziele: Sensibilisierung der Körperwahrnehmung, Bewegungsförderung im ganzheitlichen Sinn, Teilhabe durch barrierefreien Zugang zu Aktivitäten.

1. Konzept der Bewegungsförderung im Alltag: Bewegung ist wesentlich für die Erfahrbarkeit der Ganzheitlichkeit. Unterstützung der Eigenbewegung (z. B. beim Essen durch Unterlagerung der Armgelenke), bewusste Atmung. Individuelle Bewegungspläne und Positionierungen ermöglichen Blickkontakt und Gespräche.

2. Das Leben spüren (Körpergrenzen wahrnehmen): Langes Liegen auf therapeutischen Matratzen verzerrt die Körperwahrnehmung. Zu- und Ableitungen werden als Fremdkörper erlebt. Anpassungsfähige Lagerungsrollen zeigen die Körpergrenzen auf.

3. Sicherheit erleben und Vertrauen aufbauen: Bei Spastiken und Kontrakturen sind Berührungen oft schmerzhaft. „Nest“-Positionierung mit umlagernden Kissen oder Handtuch zwischen den Knien machen Betroffene ruhiger und fördern Vertrauen.

4. Den eigenen Rhythmus finden: Starre Positionierungen nach Plan passen oft nicht zum Rhythmus. Individuelle Bewegungspläne, Flexibilität und Organisation durch Pflegende sind wichtig. Mikrolagerungen unterstützen den Nachtschlaf.

5. Beziehungen aufnehmen und Begegnungen gestalten: Positionierungen ermöglichen Blickkontakt und kurze Gespräche entstehen.

6. Autonomie und Verantwortung leben: Wünsche und Bedürfnisse werden berücksichtigt, Autonomie gestärkt und Verantwortung zur Mithilfe und Genesung übertragen.

Ergebnis von bewegungsfördernden Positionierungen: Mehr aktive Teilhabe an Mobilisierungen, erweiterte Wahrnehmungsfähigkeit, angebahnte Gespräche, Förderung der Selbstständigkeit und Erweiterung der Handlungskompetenz der Pflegenden.

Bedeutung der Sexualität in der Krankenpflege

Die Sexualität ist ein Grundbedürfnis des Menschen, das in der Schmerztherapie oft wenig Aufmerksamkeit findet. Für Menschen mit chronischen Erkrankungen, Behinderung oder nach körperverändernden Eingriffen (z. B. Brustentfernung, Stoma, Haarausfall) wird diese Selbstwahrnehmung und das Selbstbild oft tiefgreifend beeinträchtigt. Eine einfühlsame und offene Herangehensweise ist Teil der Grundlagen der Krankenpflege.

Auswirkungen von Krankheit auf die Sexualität

Patient*innen erleben Einschränkungen oder funktionelle Störungen und hohen psychischen Druck, da Erwartungen an Sexualität oft unerreichbar erscheinen. Dies beeinflusst sexuelles Erleben, allgemeines Wohlbefinden, emotionale Nähe in der Partnerschaft, Leistungsfähigkeit im Alltag und Zufriedenheit im intimen Bereich. Gefühle wie Scham und Ekel können entstehen, und es braucht Zeit, Veränderungen zu akzeptieren.

Psychische Folgen: Selbstzweifel, Angst vor Zurückweisung oder Versagen, depressive Verstimmungen. Dies betrifft auch Partner*innen.

Veränderung der Körperwahrnehmung: Stoma, Haarausfall, Veränderung der Körperbehaarung oder Fettverteilung erfordern einen langen Anpassungsprozess für Betroffene und Pflegepersonal.

Rolle der Pflege und Intimität

Die Pflege hat hohe emotionale und kommunikative Anforderungen. Geduld, Zeit, sensibles Zuhören und unterstützendes Verhalten sind essenziell. Es ist wichtig, gezielt nach sexuellen Einschränkungen zu fragen, da Betroffene sich entlastet fühlen, wenn ihre Situation ernst genommen wird.

Scham, Intimität und Privatsphäre: Das Schamgefühl und das Recht auf Intimität und Privatsphäre müssen respektiert werden. Menschen mit körperlicher Einschränkung haben durch die Körperbildveränderung ein sensibleres Schamgefühl.

Auswirkungen der Rückenmarksverletzung auf die Sexualität

Bei Frauen: Je nach Läsionshöhe kann die Lubrikation ausbleiben, die Sensibilität unterhalb des Lähmungsniveaus ist eingeschränkt und die Orgasmusfähigkeit kann betroffen sein. Die Fruchtbarkeit und Empfängnisfähigkeit (hormonell gesteuert) bleiben jedoch unbeeinflusst. Bei fehlender Lubrikation ist die Verwendung von Gleitmitteln wichtig, um Verletzungen und Infektionen zu verhindern.

Bei Männern:

  • Psychogene Erektionen: Durch optische, akustische Reize, Gerüche, Phantasien, Wünsche. Steuerung über das Gehirn → Parasympathikus → Rückenmark.
  • Reflektorische (Reflex-) Erektionen: Möglich, wenn das sakrale Rückenmark intakt ist. Durch direkte Stimulation der Genitalien oder indirekt (z. B. volle Harnblase). Auslösung im sakralen Rückenmark.

Ejakulationsstörungen treten durch ein gestörtes Zusammenspiel der Nerven nach Rückenmarksverletzung oder als Nebenwirkung von Medikamenten auf.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu den Grundlagen der Krankenpflege für Studierende

Was sind die wichtigsten Grundlagen der Krankenpflege, die ich für meine Ausbildung wissen muss?

Die wichtigsten Grundlagen umfassen die Prävention von nosokomialen Infektionen durch Händehygiene und PSA, die prä- und postoperative Patientenversorgung inklusive Prophylaxen (Thrombose, Aspiration), das Erkennen und Handhaben von Deprivation und Multimorbidität, sowie die Anwendung von Basaler Stimulation und die Berücksichtigung der Sexualität in der Pflege. Auch Entspannungsverfahren bei Angst und Gedächtnistraining sind essenziell.

Wie kann ich nosokomiale Infektionen in der Praxis effektiv verhindern?

Effektive Prävention basiert auf strikter Einhaltung der Standardhygienemaßnahmen: regelmäßige Händehygiene (Waschen/Desinfizieren), korrektes Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (Handschuhe, Kittel, Maske), gründliche Reinigung und Desinfektion von Oberflächen und Geräten sowie angemessene Isolierung von Patient*innen bei bekannten Infektionen.

Welche Rolle spielt die Kommunikation bei der psychischen Begleitung von Patienten vor einer Operation?

Eine empathische und verständnisvolle Kommunikation ist entscheidend. Sie hilft, Ängste abzubauen, Unsicherheiten zu klären und Vertrauen aufzubauen. Durch gezieltes Zuhören und das Eingehen auf individuelle Sorgen können Pflegepersonen einen wichtigen Beitrag zur psychischen Entlastung des Patienten leisten und so das Operationsrisiko indirekt senken.

Was ist der Unterschied zwischen Einzelisolierung und Schutzisolierung in der Krankenpflege?

Bei der Einzelisolierung wird ein Patient mit einer hoch ansteckenden Krankheit isoliert, um die Ausbreitung von Krankheitserregern auf andere zu verhindern. Die Schutzisolierung hingegen schützt einen immungeschwächten Patienten vor Infektionen von außen, d.h., sie schützt den Patienten vor der Umgebung und nicht umgekehrt. Beide sind wichtige Aspekte der Grundlagen der Krankenpflege.

Wie kann ich als angehender Pfleger einer Deprivation bei immobilen Patienten vorbeugen?

Deprivationsprophylaxe erfordert aktives Anbieten von Reizen und individuellen Kontakt. Wichtige Maßnahmen sind die biografische Arbeit, gezielte Sinnesreize (visuell, akustisch, taktil), Mobilisierung und abwechslungsreiche Lagerung, regelmäßige Kommunikation, Einbeziehung von Angehörigen und die Gestaltung einer anregenden Umgebung. Das Ziel ist, Isolation zu verhindern und die Teilhabe zu fördern.

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