Test zu Sportpsychologie: Gruppenprozesse und Teamführung
Sportpsychologie: Gruppenprozesse und Teamführung – Guide
Test: Trainerverhalten, Teamentwicklung, Gruppendynamik, Attribution, Zielsetzung
20 Fragen
Frage 1: Ein hohes Maß an autokratischem Verhalten des Trainers fördert die intrinsische Motivation der Athleten und erhöht deren Zufriedenheit.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Studien von Amorose und Horn (2000, 2001) sowie die allgemeine Schlussfolgerung (Alfermann, 2010) zeigen, dass autokratisches Verhalten die intrinsische Motivation minimiert und einen negativen Einfluss auf deren Entwicklung hat. Die Zufriedenheit der Athleten hängt zudem positiv von demokratischem Verhalten, Training und Instruktion, positivem Feedback und sozialer Unterstützung ab, nicht von autokratischem Verhalten.
Frage 2: Welche der folgenden Aspekte gehören zu den drei Verhaltensaspekten des Trainerverhaltens, deren Übereinstimmung die sportliche Leistung und Zufriedenheit der Athlet/innen beeinflusst?
A. Das durch die Situation erforderliche Verhalten
B. Das von den Athlet/innen bevorzugte Verhalten
C. Das vom Trainer tatsächlich gezeigte aktuelle Verhalten
D. Das vom Trainer zukünftig geplante Verhalten
Erklärung: Die sportliche Leistung und Zufriedenheit der Athlet/inn/en hängt von dem Grad der Übereinstimmung (Kongruenz) der drei Verhaltensaspekte ab: dem durch die Situation erforderlichen Verhalten, dem von den Athlet/inn/en bevorzugten Verhalten und dem vom Trainer tatsächlich gezeigten aktuellen Verhalten. Das zukünftig geplante Verhalten ist nicht Teil dieser drei Kernaspekte.
Frage 3: Die Gruppengröße ist eine Variable, die die Gruppenprozesse und Gruppenproduktivität beeinflusst.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Laut den Studienmaterialien gehören die Gruppenaufgabe bzw. Sportart, die Gruppengröße und die Gruppenzusammensetzung zu den Variablen, die die Gruppenprozesse und Gruppenproduktivität beeinflussen.
Frage 4: Welche der folgenden Punkte sind Kennzeichen einer sozialen Kleingruppe im Sport?
A. Die Gruppe besteht aus mindestens 2 Personen (bis ca. 25-30).
B. Es gibt eine gegenseitige Abhängigkeit und Kommunikation zwischen den Mitgliedern.
C. Die Mitglieder beschreiben sich als der Gruppe zugehörig (Selbstkategorisierung).
D. Die Gruppe zeichnet sich immer durch ein hohes Leistungsniveau aus.
Erklärung: Laut den Studienmaterialien zeichnet sich eine Kleingruppe dadurch aus, dass sie mindestens aus 2 Personen (bis ca. 25-30) besteht, ihre Mitglieder interagieren und kommunizieren, eine gegenseitige Abhängigkeit besteht, die Mitglieder sich als der Gruppe zugehörig beschreiben (Selbstkategorisierung), gemeinsame Ziele und Normen vorhanden sind, ein Wir-Gefühl und eine gewisse zeitliche Kontinuität. Ein hohes Leistungsniveau ist keine definierende Eigenschaft einer Kleingruppe.
Frage 5: Bei Sportarten mit Aufgabenteilung, wie zum Beispiel Fußball, ist eine heterogene Gruppenzusammensetzung im Allgemeinen vorteilhaft, vorausgesetzt die Spieler haben ein hohes Niveau in ihren individuellen Fähigkeiten.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Studienmaterialien besagen, dass bei Sportarten mit Aufgabenteilung (z.B. Fußball) Heterogenität vorteilhaft ist, damit sich die Spieler in ihren Fähigkeiten ergänzen. Es wird jedoch betont, dass die Spieler bezogen auf das Niveau ihrer Fähigkeiten homogen sein sollten, also ein hohes Niveau der einzelnen Fähigkeiten besitzen müssen. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von Links- und Rechtsfüßern oder Kopfballstarken und Weitschussexperten, die beide ein hohes Niveau in ihren Fähigkeiten haben.