Podcast über Soziolinguistik: Varietäten der deutschen Sprache

Soziolinguistik: Varietäten der deutschen Sprache verstehen

Podcast

Soziolinguistik: Mehr als nur Dialekt0:00 / 4:56
0:001:00 zbývá
NiklasWas ist die eine Sache, bei der über 80% der Schüler in der Soziolinguistik-Prüfung stolpern? Es ist der genaue Unterschied zwischen Dialekt, Soziolekt und Register. Aber keine Sorge... nach dieser Folge wirst du das nie wieder verwechseln.
EmiliaGenau, Niklas! Das ist der Knackpunkt, der eine gute von einer sehr guten Note unterscheidet. Wir brechen das heute so einfach runter, dass es hängen bleibt. Versprochen.
Kapitel

Soziolinguistik: Mehr als nur Dialekt

Délka: 4 minut

Kapitoly

Die eine große Hürde

Sprache als soziales Handeln

Der Schlüsselbegriff: Varietät

Die vier „Dia-Dimensionen“

Zusammenfassung für die Prüfung

Přepis

Niklas: Was ist die eine Sache, bei der über 80% der Schüler in der Soziolinguistik-Prüfung stolpern? Es ist der genaue Unterschied zwischen Dialekt, Soziolekt und Register. Aber keine Sorge... nach dieser Folge wirst du das nie wieder verwechseln.

Emilia: Genau, Niklas! Das ist der Knackpunkt, der eine gute von einer sehr guten Note unterscheidet. Wir brechen das heute so einfach runter, dass es hängen bleibt. Versprochen.

Niklas: Willkommen zum Studyfi Podcast. Emilia, fangen wir ganz von vorne an. Was genau ist Soziolinguistik überhaupt?

Emilia: Gerne. Stell dir vor, Sprache ist nicht nur ein Werkzeug, um Informationen auszutauschen, sondern eine Form von sozialem Handeln. Die Soziolinguistik untersucht genau das: die Beziehung zwischen Sprache und Gesellschaft.

Niklas: Soziales Handeln? Das klingt... kompliziert.

Emilia: Ist es aber nicht! Es geht um die einfache Frage: Wer spricht was, mit wem, wie und unter welchen Umständen? Die Art, wie du mit deinen Freunden sprichst, ist ja anders als bei einem Bewerbungsgespräch, oder?

Niklas: Absolut! Bei meinen Freunden sage ich „Was geht?“, beim Bewerbungsgespräch wohl eher „Guten Tag“.

Emilia: Siehst du! Und genau diese unterschiedlichen Sprechweisen sind der Kern der Soziolinguistik.

Niklas: Okay, und wie nennt man diese unterschiedlichen Sprechweisen in der Fachsprache? Gibt es da einen Oberbegriff?

Emilia: Ja, den gibt es. Der zentrale Begriff ist „Varietät“. Eine Varietät ist einfach eine gruppenspezifische Sprachvariante. Jeder von uns hat ein ganzes Repertoire davon und wählt je nach Situation die passende aus.

Niklas: Also ist mein „Was geht?“-Sprech eine Varietät und mein „Guten Tag“-Sprech eine andere?

Emilia: Exakt! Du hast es erfasst. Und diese Varietäten kann man super in vier Hauptgruppen unterteilen, was uns direkt zur Prüfungsfrage bringt.

Niklas: Super, darauf habe ich gewartet! Leg los.

Emilia: Also, merk dir die vier „Dias“. Erstens: Diaphasische Varietäten. Das hängt von der Situation ab. Standardsprache im Aufsatz, Umgangssprache im Alltag. Dazu gehören auch Register wie „gehoben“, also „speisen“, „neutral“, also „essen“, oder vulgär... „fressen“.

Niklas: Verstanden. Essen, speisen, fressen – gleiche Handlung, andere Situation, andere Varietät.

Emilia: Genau. Zweitens: Diastratische Varietäten. Das sind die Soziolekte, also die Sprache bestimmter sozialer Gruppen. Jugendsprache oder eine Fachsprache wie die der Mediziner sind perfekte Beispiele.

Niklas: Okay, also die Gruppe, zu der ich gehöre, bestimmt die Sprache. Und Nummer drei?

Emilia: Das sind die Diatopischen Varietäten – die Dialekte! Also die Sprache einer bestimmten Region. Bayerisch, Sächsisch, Schwäbisch. Das ist der Klassiker.

Niklas: Und die letzte? Diachronisch?

Emilia: Richtig! Diachronische Varietäten. Das bezieht sich auf die Zeit. Also die verschiedenen Sprachstufen wie Althochdeutsch oder Mittelhochdeutsch. Das ist für die Analyse heutiger Sprache aber weniger relevant.

Niklas: Okay, fassen wir das Wichtigste für die Prüfung zusammen. Wenn die Frage kommt, muss ich die deutsche Sprache stratifizieren, also schichten.

Emilia: Korrekt. Ganz oben hast du die Standardsprache, also Hochdeutsch. Darunter die Umgangssprache und Regiolekte, das sind Mischformen.

Niklas: Dann kommen die Dialekte, die regional sind, und die Soziolekte, die sozial bedingt sind, wie Jugendsprache.

Emilia: Perfekt! Und vergiss die Fachsprachen nicht. Wenn du das so aufschlüsselst – Diatopisch für Dialekt, Diastratisch für Soziolekt und Diaphasisch für den Stil oder das Register – dann kann dir nichts mehr passieren.

Niklas: Fantastisch! Das war super hilfreich. Vielen Dank, Emilia.

Emilia: Sehr gerne, Niklas! Bis zum nächsten Mal.

Niklas: Und euch viel Erfolg beim Lernen! Ciao!