Zusammenfassung von Pharmakologie: Konzepte und Medikamentenklassen
Pharmakologie: Konzepte & Medikamentenklassen für Studenten
Einführung
Die Arzneimitteltherapie ist ein zentrales Element der klinischen Versorgung. Dieses Material fasst wichtige Arzneimittelgruppen, ihre Wirkungen, typische Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und praktische Hinweise zur Anwendung zusammen. Ziel ist es, dir als Studierende*r einen kompakten, strukturierten Überblick für Prüfungsvorbereitung und klinischen Alltag zu geben. Bitte beachte: Detaillierte Grundlagen zur Pharmakologie selbst werden separat behandelt.
Definition: Arzneimitteltherapie umfasst die Auswahl, Dosierung und Überwachung von Medikamenten zur Behandlung von Krankheiten sowie die Berücksichtigung von Wirkungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.
Orale Antikoagulanzien (Vitamin-K-Antagonisten)
Wichtige Aspekte
- Regelmäßige Kontrolle der Blutgerinnung (Quick- bzw. INR-Wert) ist zwingend.
- Die hormonelle Kontrazeption mit der „Pille“ ist kontraindiziert.
- Immer Vitamin K (Antidot) bereithalten für Notfälle.
- Interaktionen mit vielen anderen Arzneimitteln beachten.
Definition: INR ist das standardisierte Verhältnis der Prothrombinzeit und dient zur Überwachung von Vitamin-K-Antagonisten.
Arzneimittel, die die Wirkung verstärken können
- NSAR (z. B. Aspirin)
- Allopurinol
- Tramadol
- Gingko-Extrakte
Praktischer Hinweis: Bei Beginn oder Absetzen eines dieser Präparate Kontroll- INR enger überwachen.
Behandlung von Anämie
- Häufig eingesetzte Mittel: Eisen, Folsäure, Vitamin B12, Erythropoetin
Praxisbeispiel: Bei mikrozytärer Anämie zuerst Eisenstatus prüfen; bei makrozytärer Anämie Folsäure- und Vitamin-B12-Spiegel bestimmen.
Agranulozytose
Definition: Schwere, lebensbedrohliche Verminderung der weißen Blutkörperchen < 1000/µl, fast keine Granulozyten.
- Auslöser: Zytostatika, Metamizol, bestimmte Neuroleptika
- Klinisches Vorgehen: Sofortiges Absetzen des auslösenden Medikaments, hämatologische Kontrolle, ggf. G‑CSF und Infektionsprophylaxe
Antibiotika: Grundlagen
- Antibiotika töten Bakterien ab (bakterizid) oder hemmen ihr Wachstum (bakteriostatisch).
Definition: Bakterizid = keimtötend; Bakteriostatisch = wachstumshemmend.
Kalkulierte vs. gezielte Therapie
| Typ | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Kalkulierte Therapie | Standard-Breitbandantibiotika, basierend auf klinischem Bild | Breitbandantibiotikum bei schwerer Pneumonie vor Kultur |
| Gezielte Therapie | Therapie angepasst an Antibiogramm (Erreger und Resistenz) | Therapieumstellung nach Erregernachweis |
Wirkungsspektrum
- Schmalspektrum: wirkt gegen wenige, spezifische Erreger
- Breitspektrum: wirkt gegen viele Erreger
Typische Nebenwirkungen
- Allergische Reaktionen
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
- Pilzinfektionen (z. B. Candidose nach Breitbandtherapie)
Wichtige Wechselwirkungen und Hinweise
- Durchfall kann Resorption anderer Medikamente vermindern.
- Tetrazykline und Gyrasehemmer (z. B. Levofloxacin): nicht zeitgleich mit Calcium- oder Magnesium-Präparaten einnehmen.
- Einige Antibiotika werden durch Acetylcystein (ACC) inaktiviert; mindestens 2 Stunden Abstand einhalten.
Behandlung von Pilzerkrankungen (Antimykotika)
- Applikationsform richtet sich nach Lokalisation: Haut (Salben, Pasten), Nägel (Nagellacke), Mund (Mundgele), systemisch (oral i.v.).
- Nagelmykosen benötigen oft Monate Therapie; erkrankte Bereiche mit Einmalfeilen entfernen.
- Therapie nicht vorzeitig abbrechen, sondern über die klinische Symptomfreiheit hinaus fortsetzen.
Azol-Antimykotika: Wechselwirkungen
- Statine (Cholesterinsenker)
- Dronedaron (Antiarrhythmikum)
- Benzodiazepine wie Triazol
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Pharmakologie - Arzneimitteltherapie
Klíčové pojmy: Regelmäßige INR-Kontrollen bei Vitamin-K-Antagonisten, NSAR, Allopurinol, Tramadol und Gingko verstärken Antikoagulation, Eisen, Folsäure, Vitamin B12 und Erythropoetin bei Anämie, Agranulozytose: Absetzen auslösendes AM und hämatologische Kontrolle, Kalkulierte vs. gezielte Antibiotikatherapie (Antibiogramm), Tetrazykline/Gyrasehemmer nicht mit Ca/Mg-Produkten einnehmen, PPI nüchtern ca. 30 Min. vor Essen einnehmen, SSRI/SSNRI: Wirkungseintritt 1–3 Wochen, nicht abrupt absetzen, Thiazide, Schleifendiuretika, kaliumsparende Diuretika: Elektrolytkontrolle, Insulinformen: kurz, verzögert, Mischinsuline, ACE-Hemmer und Sartane nicht kombinieren, Parkinson: Levodopa, MAO-Hemmer, Dopaminagonisten