Test zu Neuropsychologie der Dyslexie
Neuropsychologie der Dyslexie: Ursachen & Forschung
Test: Lese-Rechtschreibstörung, Legasthenie, Entwicklungsdyslexie
20 Fragen
Frage 1: Die Prävalenz der Lese-Rechtschreibstörung (LRS) liegt international einheitlich bei über 10 Prozent und ist unabhängig von der Untersuchungsmethodik.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Prävalenz der LRS schwankt stark zwischen 3 und 20 Prozent, abhängig von der Untersuchungsmethodik und dem diagnostischen Kriterium. Internationale Studien zeigen eine Häufigkeit von 4 bis 5 Prozent, nicht über 10 Prozent, und die Prävalenz ist maßgeblich von der Untersuchungsmethodik beeinflusst.
Frage 2: Welche der folgenden Vorläuferfertigkeiten erhöhen laut den vorliegenden Studienergebnissen das Risiko, legasthenisch zu sein, am stärksten?
A. Geringe Leistungen im phonologischen Bewusstsein (z.B. Phonemlöschung).
B. Geringe Leistungen im schnellen automatisierten Benennen (RAN Digits).
C. Geringe Leistungen in der Blockanordnung (Block design).
D. Geringe Leistungen im verbalen Arbeitsgedächtnis (Digit span).
Erklärung: Die Studie zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, legasthenisch zu sein, pro Punktabnahme bei der Phonemlöschung um das 2,6-fache und bei RAN um das 2,8-fache steigt. Eine Abnahme der Z-Einheit beim Digit Span erhöht das relative Risiko lediglich um 41%. 'Block design' ist laut der Tabelle kein starker Prädiktor.
Frage 3: Ein Kleinhirndefizit ist die Hauptursache für Lese- und Rechtschreibschwäche, die am stärksten durch Evidenz gestützt wird.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Studienmaterialien besagen, dass das verbal-phonologische Defizit (phonologische Defizit-Theorie) am stärksten durch Evidenz gestützt wird. Alternative Theorien, wie die Kleinhirntheorie, haben wesentlich weniger Unterstützung erhalten.
Frage 4: Ein verbal-phonologisches Defizit wird als die am stärksten von Evidenz unterstützte Theorie für Lese-Rechtschreibschwäche angesehen.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Studienmaterialien besagen, dass das verbal-phonologische Defizit (phonologische Defizit-Theorie) am stärksten von Evidenz unterstützt wird.
Frage 5: Welche Aussage trifft laut den bereitgestellten Materialien am ehesten auf das phonologische Defizitmodell von Legasthenie zu?
A. Ein einzelnes phonologisches Defizit ist ausreichend, um Legasthenie zu verursachen.
B. Das phonologische Defizit beeinträchtigt die Sprachverarbeitung auf der Ebene des Phonems und stört die Etablierung von Phonem-Graphem-Zuordnungen.
C. Alternative Theorien haben durchweg mehr Unterstützung erhalten als die phonologische Theorie.
D. Phonologische Schwierigkeiten sind für die Entwicklung von Legasthenie unwichtig.
Erklärung: Laut den Studienmaterialien verursacht 'Das phonologische Defizit beeinträchtigt die Sprachverarbeitung auf der Ebene des Phonems und stört somit direkt die Etablierung von Phonem-Graphem-Zuordnungen.' Option 0 ist falsch, da 'Ein einzelnes phonologisches Defizit scheint nicht auszureichen, um Legasthenie zu verursachen.' Option 2 ist falsch, da 'Viele alternative Theorien haben wesentlich weniger Unterstützung erhalten als die phonologische Theorie.' Option 3 ist falsch, da 'Phonologische Schwierigkeiten sehr wichtig für die Entwicklung von Legasthenie sind.'