Test zu Finanzmarktregulierung und staatliche Interventionen
Finanzmarktregulierung und staatliche Interventionen: Kompakt erklärt
Test: Finanzsektorregulierung, Finanzstabilität und Systemrisiko, Makroprudenzielle Regulierung
20 Fragen
Frage 1: Die Regulierung des Finanzsektors zielt hauptsächlich auf mikroökonomische Eingriffe ab, während makroökonomische Stabilisierung des Finanzsystems keine Rolle spielt.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Gliederung des Kapitels 7 zeigt klar, dass 'Makroökonomische Stabilisierung des Finanzsystems' ein eigenständiger Unterpunkt (7.3) ist, und die Tabelle 'Staatliche Eingriffe auf Finanzmärkten' listet sowohl mikroökonomische als auch makroökonomische Eingriffe auf, wie Geld- und Währungspolitik. Somit spielen makroökonomische Eingriffe eine Rolle.
Frage 2: Welche der folgenden Punkte beschreiben laut den Studienmaterialien die Deregulierung im Finanzsektor?
A. Der Abbau rechtlicher Grenzen für Geldgeschäfte.
B. Die Einführung neuer und strengerer Regeln für Wucher- und Wettverbote.
C. Eine Reduzierung der Aufsicht, beispielsweise durch die Heimatlandkontrolle.
D. Die Stärkung des Verbraucherschutzes durch direkte Schutzmaßnahmen anstelle reiner Informationspflichten.
Erklärung: Laut den Studienmaterialien versteht man unter Deregulierung den Abbau rechtlicher Grenzen für Geldgeschäfte sowie den Abbau der Aufsicht, wie zum Beispiel durch die Heimatlandkontrolle. Wucher- und Wettverbote wurden abgebaut, nicht neu eingeführt oder strenger geregelt. Der Verbraucherschutz wurde auf Information statt direkten Schutz umgestellt, nicht gestärkt durch direkte Schutzmaßnahmen.
Frage 3: Der Interbankenmarkt verknüpft Finanzinstitutionen und trägt somit zum Ansteckungspotenzial im Finanzsystem bei.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Laut den Studienmaterialien ist der Interbankenmarkt ein Faktor, der Finanzinstitutionen miteinander verknüpft und zum Ansteckungspotenzial beiträgt.
Frage 4: Vergütungsasymmetrie, die zu Gunsten von Gewinnen und Verlusten gleich verteilt ist, ist ein systembedingter Fehlanreiz im Finanzsektor.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Studienmaterialien führen 'Vergütungsasymmetrie (zwischen Gewinnen und Verlusten)' als einen systembedingten Fehlanreiz für zu riskante Politik auf, was impliziert, dass die Verteilung eben nicht gleich ist, sondern asymmetrisch. Daher ist die Aussage falsch.
Frage 5: Welche Aussage beschreibt korrekt die prozyklische Kreditvergabe von Banken im Kontext von Eigenkapitalvorschriften, die sich an der marktgerechten Bewertung von Aktiva orientieren?
A. Banken vergeben in einer Rezession mehr Kredite, da das Ausfallrisiko sinkt und weniger Eigenkapital benötigt wird.
B. Banken vergeben im Aufschwung mehr Kredite, da das Ausfallrisiko sinkt und somit weniger Eigenkapital pro Kredit erforderlich ist.
C. Banken vergeben in einer Rezession weniger Kredite, da das Ausfallrisiko steigt und somit mehr Eigenkapital gebunden wird.
D. Banken halten ihre Kreditvergabe unabhängig von der konjunkturellen Lage stabil, um Systemrisiken zu vermeiden.
Erklärung: Laut den Studienmaterialien führen Eigenkapitalvorschriften, die sich an der marktgerechten Bewertung von Aktiva orientieren, zu einer prozyklischen Kreditvergabe der Banken. Dies bedeutet, dass bei höherem Ausfallrisiko (z.B. in einer Rezession) mehr Eigenkapital benötigt wird, was zu weniger Kreditvergabe führt. Umgekehrt bedeutet dies bei geringerem Ausfallrisiko (z.B. im Aufschwung), dass weniger Eigenkapital pro Kredit erforderlich ist, was zu mehr Kreditvergabe führt. Daher sind die Aussagen, dass Banken im Aufschwung mehr Kredite vergeben, weil das Ausfallrisiko sinkt, und dass sie in einer Rezession weniger Kredite vergeben, weil das Ausfallrisiko steigt, korrekt.