Deutsche Pronomen: Definition, Arten und Funktionen meistern
Délka: 3 minut
Ein alltägliches Beispiel
Pronomen als Stellvertreter
Pronomen oder Artikel?
Die verschiedenen Arten
Wie Pronomen verweisen
Lena: Stell dir vor, du sagst zu einem Freund: „Gib mir mal bitte das da.“ Und er fragt: „Welches?“ Du sagst: „Na, das da!“ Ohne auf etwas zu zeigen, ist das ein ziemlich sinnloses Gespräch, oder?
Jonas: Absolut! Aber genau diese kleinen Wörter – „das“, „welches“ – sind das, worum es heute geht. Sie sind die heimlichen Helden unserer Sprache. Ihr hört den Studyfi Podcast.
Lena: Okay, also diese kleinen Wörter sind Pronomen. Was genau ist ihre Aufgabe?
Jonas: Ihre Hauptaufgabe ist es, Nomen zu ersetzen. Man nennt sie deshalb auch „Stellvertreter“. Stell dir vor, wir würden immer sagen: „Ich sehe den Hund. Der Hund ist süß.“ Klingt doch komisch, oder?
Lena: Total repetitiv. Man würde eher sagen: „Ich sehe den Hund. Er ist süß.“
Jonas: Genau! Und „er“ ist in diesem Fall das Personalpronomen, das „der Hund“ ersetzt. Das macht die Sprache viel flüssiger und ökonomischer. Ziemlich clever, oder?
Lena: Manchmal sehen Pronomen aber genauso aus wie Artikel. Wie bei „das Haus“ und „das gefällt mir“. Wie unterscheidet man das?
Jonas: Das ist eine super wichtige Frage für jede Prüfung! Die Regel ist ganz einfach: Begleitet das Wort ein Nomen, wie bei „dieses Auto“, ist es ein Artikelwort. Ersetzt es das Nomen, wie bei „dieses gefällt mir“, ist es ein Pronomen.
Lena: Ah, okay. Es kommt also darauf an, ob es alleine steht oder einen Begleiter hat. Verstanden.
Jonas: Exakt. Ein Pronomen muss die ganzen grammatischen Merkmale alleine tragen. Deshalb sagen wir auch: „Suchst du einen Stift? Hier ist einer.“ „Einer“ steht ganz für sich allein.
Lena: Und davon gibt es ja eine ganze Menge, oder? Personalpronomen, Fragewörter…
Jonas: Ja, es gibt verschiedene Gruppen. Die wichtigsten sind Personalpronomen wie ich, du, er. Dann Interrogativpronomen, also Fragewörter wie wer, was. Demonstrativpronomen wie dieser, jener. Und natürlich Indefinitpronomen wie jemand, alle.
Lena: Puh, das sind einige. Aber die benutzen wir ja ständig, ohne groß nachzudenken.
Jonas: Stimmt! Und es gibt auch Relativpronomen, die Nebensätze einleiten, wie in „ein Haus, das ich kenne“. Sie beziehen sich auf etwas, das vorher gesagt wurde.
Lena: Du sagst, sie beziehen sich auf etwas. Was meinst du damit genau?
Jonas: Sie können sich entweder auf etwas im Text beziehen oder auf etwas in der realen Situation. Ein Beispiel für den Textbezug wäre: „Dort steht ein grünes Glas. Es ist halb voll.“ Das „Es“ verweist zurück auf das Glas.
Lena: Das nennt man dann anaphorisch, richtig?
Jonas: Genau. Und wenn es nach vorne verweist, wie in „Weil er krank ist, kommt Peter heute nicht“, dann ist es kataphorisch. Und wenn ich hier und jetzt sage „Wir müssen jetzt aufbrechen“, dann verweist „wir“ direkt auf uns in dieser Situation. Das ist ein deiktischer, also situationeller Verweis.
Lena: Super spannend! Also, kurz zusammengefasst: Pronomen sind Stellvertreter für Nomen, man muss sie von Artikeln unterscheiden, und sie verweisen entweder im Text oder auf die Situation. Jonas, danke für diese tolle Erklärung!
Jonas: Sehr gerne! Bis zum nächsten Mal.