Test zu Deutsche Phonologie, Orthographie und Leseerwerb
Deutsche Phonologie, Orthographie, Leseerwerb: Der Guide
Test: Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreibstörung, Förderung, Phonetik/Phonologie
20 Fragen
Frage 1: Early Literacy ist ein Sammelbegriff, der ausschließlich die materiellen Aspekte der familiären Lernumwelt eines Kindes umfasst.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Laut den Studienmaterialien ist Early Literacy als ein „Sammelbegriff für kindliche Erfahrungen und Kompetenzen rund um Buch-, Erzähl-, Reim-, und Schriftkultur“ definiert. Sie umfasst nicht ausschließlich materielle Aspekte der familiären Lernumwelt, sondern ein breiteres Spektrum an Erfahrungen und Kompetenzen.
Frage 2: Welche der folgenden Aspekte fördert ein reichhaltiges Home Literacy Environment (HLE) nachweislich, basierend auf den vorliegenden Studienmaterialien?
A. Die Entwicklung von Wortschatz und Grammatik
B. Das Verständnis für Sprache und Schrift
C. Die sozioemotionalen Kompetenzen
D. Visuelle Differenzierungsmöglichkeiten
Erklärung: Ein reichhaltiges HLE fördert nachweislich den Wortschatz und die grammatische Entwicklung, das Verständnis für Sprache und Schrift sowie die sozioemotionalen Kompetenzen. Visuelle Differenzierungsmöglichkeiten sind als allgemeine Lernvoraussetzung genannt, werden aber nicht explizit als durch HLE nachweislich gefördert aufgeführt.
Frage 3: Das akademische Selbstkonzept ist laut Fischteicheffekt ausschließlich von der eigenen Leistung abhängig.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Der Fischteicheffekt besagt, dass das akademische Selbstkonzept nicht nur von der eigenen Leistung abhängt, sondern auch davon, mit wem man sich vergleicht.
Frage 4: Welches der folgenden Merkmale ist gemäß ICD-10, F81.0, ein Hauptmerkmal oder eine typische Erscheinungsform der Lese- und Rechtschreibstörung?
A. Eine bedeutsame Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefähigkeiten, die sich auch in Defiziten beim Leseverständnis äußert.
B. Eine isolierte Rechtschreibstörung ohne beobachtbare Schwierigkeiten beim Lesen.
C. Die alleinige Schwierigkeit, Wörter logografisch zu erkennen, ohne eine alphabetische Lesestrategie zu entwickeln.
D. Eine Beeinträchtigung der Lesefähigkeiten, die zumeist isoliert auftritt, ohne eine Rechtschreibstörung.
Erklärung: Gemäß ICD-10 F81.0 ist das Hauptmerkmal der Lese- und Rechtschreibstörung eine bedeutsame Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefähigkeiten. Dies zeigt sich durch Defizite beim Leseverständnis, der Fähigkeit, geschriebene Worte wiederzuerkennen und vorzulesen sowie generell in allen Bereichen, die Lesefähigkeiten erfordern. Option 1 spiegelt dies korrekt wider. Option 2 beschreibt die F81.1 Isolierte Rechtschreibstörung. Option 3 bezieht sich auf ein frühes Stadium des Wortlesens, nicht direkt auf die Definition der Störung. Option 4 ist falsch, da es heißt, dass die Lesestörung zumeist gemeinsam mit einer Rechtschreibstörung auftritt und die isolierte Lesestörung in ICD-10 noch nicht definiert ist.
Frage 5: Eltern von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen werden in die Planung pädagogischer Maßnahmen durch Anhörung einbezogen.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Gemäß § 38 Absatz 3 der VOGSV-Handreichung werden Eltern über die besonderen Schwierigkeiten ihres Kindes informiert und beraten und in die Planung pädagogischer Maßnahmen durch Anhörung einbezogen.