Podcast über Das Passiv im Deutschen: Formen und Gebrauch

Das Passiv im Deutschen: Formen & Gebrauch einfach erklärt

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Zustandspassiv: Das Ergebnis einer Handlung0:00 / 1:49
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Emilia…warte mal, also ist der Satz „Das Haus war 1908 erbaut“ eigentlich falsch? Das hätte ich jetzt so gesagt!
PaulGenau das ist der Knackpunkt! Viele, besonders tschechische Muttersprachler, machen diesen Fehler durch die direkte Übersetzung. Willkommen zurück zum Studyfi Podcast.
Kapitel

Zustandspassiv: Das Ergebnis einer Handlung

Délka: 1 minut

Kapitoly

Ein häufiger Fehler

Vorgang vs. Zustand

Wichtige Abgrenzung

Přepis

Emilia: …warte mal, also ist der Satz „Das Haus war 1908 erbaut“ eigentlich falsch? Das hätte ich jetzt so gesagt!

Paul: Genau das ist der Knackpunkt! Viele, besonders tschechische Muttersprachler, machen diesen Fehler durch die direkte Übersetzung. Willkommen zurück zum Studyfi Podcast.

Emilia: Okay, das müssen wir aufklären. Was ist denn dann richtig?

Paul: Richtig wäre: „Das Haus *wurde* 1908 erbaut.“ Das ist das Vorgangspassiv, das den Prozess beschreibt, die Handlung selbst.

Emilia: Ah, also „werden“ plus Partizip II. Und was ist dann das Zustandspassiv mit „sein“?

Paul: Das Zustandspassiv beschreibt das Ergebnis, den Zustand *nach* der Handlung. Zum Beispiel: „Die Tür ist geschlossen.“ Die Handlung des Schließens ist vorbei, jetzt ist sie zu.

Emilia: Verstehe! Es ist also der fertige Zustand. Man benutzt es aber seltener, oder?

Paul: Genau, es ist viel seltener als das Vorgangspassiv. Meistens ist die Handlung wichtiger als das Ergebnis.

Emilia: Gibt es noch etwas, worauf man achten muss?

Paul: Ja, eine wichtige Sache noch. Die Form mit „sein“ plus Partizip II kann auch das Perfekt sein, zum Beispiel „ich bin gegangen.“ Das ist kein Passiv!

Emilia: Puh, okay, das ist eine kleine Falle. Aber der Unterschied ist jetzt klar.

Paul: Exakt. Denkt einfach dran: Vorgang ist der Prozess, Zustand ist das Ergebnis. Das war's für heute!

Emilia: Bis zum nächsten Mal!