Zusammenfassung von Pädiatrische Physiotherapie: Krankheitsbilder und Behandlung

Pädiatrische Physiotherapie: Krankheitsbilder & Behandlung

Einführung

Herzkrankheiten gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der klinischen Praxis und sind zentrale Themen der Rehabilitationsmedizin. Diese Zusammenstellung vermittelt pathophysiologische Grundlagen, klinische Präsentationen, diagnostische Methoden sowie therapeutische und physiotherapeutische Maßnahmen zur Behandlung von Herzkrankheiten und zur Rehabilitation nach kardialen Ereignissen.

Definition: Herzinsuffizienz ist die Unfähigkeit des Herzens, den Körper mit ausreichend Blut und Sauerstoff zu versorgen, was zu Rückstau und verminderter Organperfusion führt.

1. Grundlagen der Herzfunktion und Erregungsleitung

Aufbau des Erregungsleitungssystems

  • Sinusknoten → AV-Knoten → His-Bündel → Tawara-Schenkel → Purkinje-Fasern
  • Zwei Zelltypen: Schrittmacherzellen (Impulsbildung) und Arbeitsmyokardzellen (Kontraktion)

Wusstest du, dass das Herz ein Hierarchiesystem besitzt, bei dem bei Ausfall des Sinusknotens der AV-Knoten die Impulsübernahme übernehmen kann?

Vegetative Regulation

  • Parasympathikus (N. vagus): senkt Herzfrequenz (HF), verlangsamt Leitungs-geschwindigkeit
  • Sympathikus: steigert HF, Erregbarkeit, Kontraktionskraft

2. Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)

Einteilung

  1. Erregungsbildungsstörungen (beeinflussen HF)
    • Nomotop (Sinusknoten-basiert)
    • Ektop (supraventrikulär, ventrikulär)
  2. Erregungsleitungsstörungen (beeinflussen Reizausbreitung)
    • SA-, AV- und intraventrikuläre Blöcke (Grad 1–3)

Wichtige Rhythmusstörungen

  • Sinustachykardie: HF > 100/min
  • Sinusbradykardie: HF < 60/min
  • Vorhofoffsets: Vorhofflattern (200–350/min), Vorhofflimmern (chaotisch, 400–600/min)
  • Supraventrikuläre paroxysmale Tachykardie (PSVT): plötzliche HF-Anstiege (150–250/min)
  • Kammerextrasystolen, Kammertachykardie (> 100/min, ab 3 aufeinanderfolgende Extrasystolen), Kammerflimmern (reanimationspflichtig)
💡 Věděli jste?Fun fact: Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfallrisiko deutlich, weil sich in den Vorhöfen Thromben bilden können, die embolisieren.

Klinische Konsequenzen und Therapie

  • Vorhofflimmern: Antikoagulation, Frequenz- oder Rhythmuskontrolle
  • Kammertachykardie / -flimmern: Defibrillation, Reanimation
  • Schrittmacherindikation: z. B. kompletter AV-Block (Grad 3), symptomatische Bradykardie, Sick-Sinus-Syndrom

3. Koronare Herzkrankheit (KHK) und Angina pectoris

Definition und Stadieneinteilung

  • KHK = Arteriosklerose der Koronargefäße
  • Stenosegrade: Grad 1 (25–49%), Grad 2 (50–74%), Grad 3 (kritisch, belastungsabhängige Angina), Grad 4 (100% Verschluss)

Leitsymptom: Angina pectoris

  • Retrosternale Schmerzen, Ausstrahlung in Arm, Unterkiefer, Oberbauch, Schulterblattregion
  • Stabile vs. instabile Angina: stabil = belastungsabhängig, gut nitro-responsiv; instabil = zunehmende Häufigkeit/Dauer, Präinfarkt-Risiko

Ursachen für Ischämie

  • Verringerte O2-Angebot-Faktoren: koronare Stenosen, Thromben, Vasospasmus, erniedrigter Perfusionsdruck
  • Erhöhter O2-Bedarf: Hypertonie, Fieber, Hyperthyreose, körperliche Arbeit, Linksherzinsuffizienz

Diagnostik und Therapie

  • Diagnostik: Ruhe- und Belastungs-EKG, Myokardzintigraphie, Kardio-MRT, Koronarangiographie
  • Medikamentös: ASS, Betablocker, Nitrate, Kalziumantagonisten, Statine
  • Revaskularisation: PTCA (Ballondilatation) + Stent, Bypass-Operation (ACVB, LIMA/RIMA bevorzugt)

Wusstest du, dass etwa 40% der Erstmanifestationen einer KHK als Angina pectoris, 40% als Herzinfarkt und 20% als plötzlicher Herztod auftreten können?

4. Myokardinfarkt (Herzinfarkt)

Pathophysiologie

  • Plaqueruptur → Thrombus → Gefäßverschluss → Ischämie und Nekrose des Myokards (irreversibel nach ca. 15–20 Minuten)
  • Seltener: Spasmen, Embolien, allergische Reaktionen

Symptome und Sonderformen

  • Thoraxdruck, Dyspnoe, Kaltschweißigkeit, Zyanose, Ausstrahlung in Arm/Unterkiefer
  • Stummer Infarkt: v. a. bei Diabetes mellitus, Luftnot kann Hauptsymptom sein

Diagnostik

  • EKG-Veränderungen, Troponin-Anstieg (Normwert ~ $0{,}4\ \ma
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Herzkrankheiten und Rehabilitation

Klíčové pojmy: Erregungsleitung: Sinusknoten → AV-Knoten → His → Tawara → Purkinje, Vorhofflimmern erhöht Schlaganfallrisiko → Antikoagulation prüfen, KHK Stadien: Grad 1–4 nach Stenosegrad, Myokardinfarkt: Troponin‑Anstieg; MONA und Reperfusion akut, Herzinsuffizienz: Links → Lungenstau; Rechts → peripherer Stau, Schrittmacherindikation: kompletter AV‑Block, symptomatische Bradykardie, Frühmobilisation nach Infarkt reduziert Komplikationen, PT-Ziele: Ökonomisierung Muskulatur, Atemtherapie, Belastungsaufbau, Pulsregel bei Betablockern: +12 RL, +20 Sitzen, +30 Treppen, obere Grenze 120 bpm, Revaskularisation: PTCA+Stent oder Bypass (ACVB), Hypertonie: Lebensstil + ACEi/Betablocker/Kalziumantagonisten, Kammerflimmern → Defibrillation und Reanimation

## Einführung Herzkrankheiten gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der klinischen Praxis und sind zentrale Themen der Rehabilitationsmedizin. Diese Zusammenstellung vermittelt pathophysiologische Grundlagen, klinische Präsentationen, diagnostische Methoden sowie therapeutische und physiotherapeutische Maßnahmen zur Behandlung von Herzkrankheiten und zur Rehabilitation nach kardialen Ereignissen. > Definition: Herzinsuffizienz ist die Unfähigkeit des Herzens, den Körper mit ausreichend Blut und Sauerstoff zu versorgen, was zu Rückstau und verminderter Organperfusion führt. ## 1. Grundlagen der Herzfunktion und Erregungsleitung ### Aufbau des Erregungsleitungssystems - Sinusknoten → AV-Knoten → His-Bündel → Tawara-Schenkel → Purkinje-Fasern - Zwei Zelltypen: Schrittmacherzellen (Impulsbildung) und Arbeitsmyokardzellen (Kontraktion) > Wusstest du, dass das Herz ein Hierarchiesystem besitzt, bei dem bei Ausfall des Sinusknotens der AV-Knoten die Impulsübernahme übernehmen kann? ### Vegetative Regulation - Parasympathikus (N. vagus): senkt Herzfrequenz (HF), verlangsamt Leitungs-geschwindigkeit - Sympathikus: steigert HF, Erregbarkeit, Kontraktionskraft ## 2. Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) ### Einteilung 1. Erregungsbildungsstörungen (beeinflussen HF) - Nomotop (Sinusknoten-basiert) - Ektop (supraventrikulär, ventrikulär) 2. Erregungsleitungsstörungen (beeinflussen Reizausbreitung) - SA-, AV- und intraventrikuläre Blöcke (Grad 1–3) ### Wichtige Rhythmusstörungen - Sinustachykardie: HF > 100/min - Sinusbradykardie: HF < 60/min - Vorhofoffsets: Vorhofflattern (200–350/min), Vorhofflimmern (chaotisch, 400–600/min) - Supraventrikuläre paroxysmale Tachykardie (PSVT): plötzliche HF-Anstiege (150–250/min) - Kammerextrasystolen, Kammertachykardie (> 100/min, ab 3 aufeinanderfolgende Extrasystolen), Kammerflimmern (reanimationspflichtig) > Fun fact: Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfallrisiko deutlich, weil sich in den Vorhöfen Thromben bilden können, die embolisieren. ### Klinische Konsequenzen und Therapie - Vorhofflimmern: Antikoagulation, Frequenz- oder Rhythmuskontrolle - Kammertachykardie / -flimmern: Defibrillation, Reanimation - Schrittmacherindikation: z. B. kompletter AV-Block (Grad 3), symptomatische Bradykardie, Sick-Sinus-Syndrom ## 3. Koronare Herzkrankheit (KHK) und Angina pectoris ### Definition und Stadieneinteilung - KHK = Arteriosklerose der Koronargefäße - Stenosegrade: Grad 1 (25–49%), Grad 2 (50–74%), Grad 3 (kritisch, belastungsabhängige Angina), Grad 4 (100% Verschluss) ### Leitsymptom: Angina pectoris - Retrosternale Schmerzen, Ausstrahlung in Arm, Unterkiefer, Oberbauch, Schulterblattregion - Stabile vs. instabile Angina: stabil = belastungsabhängig, gut nitro-responsiv; instabil = zunehmende Häufigkeit/Dauer, Präinfarkt-Risiko ### Ursachen für Ischämie - Verringerte O2-Angebot-Faktoren: koronare Stenosen, Thromben, Vasospasmus, erniedrigter Perfusionsdruck - Erhöhter O2-Bedarf: Hypertonie, Fieber, Hyperthyreose, körperliche Arbeit, Linksherzinsuffizienz ### Diagnostik und Therapie - Diagnostik: Ruhe- und Belastungs-EKG, Myokardzintigraphie, Kardio-MRT, Koronarangiographie - Medikamentös: ASS, Betablocker, Nitrate, Kalziumantagonisten, Statine - Revaskularisation: PTCA (Ballondilatation) + Stent, Bypass-Operation (ACVB, LIMA/RIMA bevorzugt) > Wusstest du, dass etwa 40% der Erstmanifestationen einer KHK als Angina pectoris, 40% als Herzinfarkt und 20% als plötzlicher Herztod auftreten können? ## 4. Myokardinfarkt (Herzinfarkt) ### Pathophysiologie - Plaqueruptur → Thrombus → Gefäßverschluss → Ischämie und Nekrose des Myokards (irreversibel nach ca. 15–20 Minuten) - Seltener: Spasmen, Embolien, allergische Reaktionen ### Symptome und Sonderformen - Thoraxdruck, Dyspnoe, Kaltschweißigkeit, Zyanose, Ausstrahlung in Arm/Unterkiefer - Stummer Infarkt: v. a. bei Diabetes mellitus, Luftnot kann Hauptsymptom sein ### Diagnostik - EKG-Veränderungen, Troponin-Anstieg (Normwert ~ $0{,}4\ \ma