Podcast über Ökologische und physiologische Potenz

Ökologische & Physiologische Potenz: Definition & Beispiele

Podcast

Ökologische Potenz und Artenverbreitung0:00 / 1:45
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Jonas...Moment, also eine Art kann im Labor bei einer bestimmten Temperatur super überleben, aber in der echten Welt würde sie genau dort scheitern? Das ist ja verrückt!
LeonieGenau das ist der Punkt! Willkommen zurück zum Studyfi Podcast. Was du beschreibst, ist der Unterschied zwischen physiologischer und ökologischer Potenz.
Kapitel

Ökologische Potenz und Artenverbreitung

Délka: 1 minut

Kapitoly

Potenz: Theorie vs. Realität

Die Schwarze Witwe und das Klima

Mehr als nur Temperatur

Přepis

Jonas: ...Moment, also eine Art kann im Labor bei einer bestimmten Temperatur super überleben, aber in der echten Welt würde sie genau dort scheitern? Das ist ja verrückt!

Leonie: Genau das ist der Punkt! Willkommen zurück zum Studyfi Podcast. Was du beschreibst, ist der Unterschied zwischen physiologischer und ökologischer Potenz.

Jonas: Okay, erklär mal. Physiologisch ist also quasi der Idealfall im Labor, ohne Konkurrenz?

Leonie: Exakt. Die ökologische Potenz hingegen beschreibt den Bereich, in dem eine Art unter realen Bedingungen mit Fressfeinden und Konkurrenz überleben und sich fortpflanzen kann. Der ist oft viel kleiner.

Jonas: Und das bringt uns zur Europäischen Schwarzen Witwe, richtig? Die mag es ja warm und trocken.

Leonie: Genau. Ihre Aktivität, Fortpflanzung und auch die Überwinterung hängen stark von der Temperatur ab. Durch den Klimawandel werden nördlichere Gebiete für sie potenziell passender.

Jonas: Weil die Umweltbedingungen sich ihrem Optimum, also dem Präferendum, annähern?

Leonie: Richtig. Wichtig ist: Die Toleranzkurve der Spinne verschiebt sich nicht. Die Umwelt verändert sich nur so, dass sie besser in die Kurve passt.

Jonas: Aber nur weil es wärmer wird, heißt das nicht, dass wir sie bald als Nachbarn haben, oder?

Leonie: Zum Glück nicht unbedingt. Temperatur ist nicht alles. Die Spinne braucht auch passende Netzplätze, genug Beute und wenig Fressfeinde.

Jonas: Ah, die ökologische Eignung ist also mehr als nur das Klima.

Leonie: Ganz genau. Der Merksatz ist: Klimatische Eignung ist noch lange keine Garantie für eine erfolgreiche Ausbreitung. Da spielen viel mehr Faktoren mit rein.