Karteikarten zu Neurotoxine und Nervensignalübertragung
Neurotoxine und Nervensignalübertragung: Wirkungsweisen erklärt
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Neurotoxine und synaptische Signalübertragung
11 Karten
Karte 1
Frage: Welche Stellen an einer Nervenzelle können von Giften, Drogen oder Medikamenten beeinflusst werden, und warum ist das wichtig?
Antwort: Axon, Präsynapse, synaptischer Spalt und Postsynapse. Der Angriffspunkt bestimmt, ob die Signalübertragung gehemmt, verstärkt oder dauerhaft verändert
Karte 2
Frage: Wie wirkt Tetrodotoxin auf die Nervenzelle und was ist die Folge?
Antwort: Tetrodotoxin blockiert spannungsabhängige Natriumkanäle am Axon, verhindert Depolarisation und damit Aktionspotenziale. Folge: Keine Weiterleitung von
Karte 3
Frage: Warum sind spannungsabhängige Natriumkanäle wichtig für das Aktionspotenzial?
Antwort: Sie erlauben den Einstrom von Natriumionen bei einem Aktionspotenzial, was die Membran depolarisiert und das Aktionspotenzial ermöglicht.
Karte 4
Frage: Wie wirkt Botulinumtoxin an der Präsynapse der motorischen Endplatte?
Antwort: Botulinumtoxin verhindert die Vesikelfusion in der Präsynapse, sodass kaum oder kein Acetylcholin freigesetzt wird.
Karte 5
Frage: Was ist die unmittelbare Wirkung des Botulinumtoxins auf die Muskelzelle und welche Folge hat das?
Antwort: Die Acetylcholin-Rezeptoren der Muskelzelle werden nicht ausreichend aktiviert, es entsteht kein ausreichendes Endplattenpotenzial → schlaffe Lähmung.
Karte 6
Frage: Worin besteht der Unterschied in der präsynaptischen Wirkung von Botulinumtoxin und Alpha‑Latrotoxin?
Antwort: Botulinumtoxin hemmt die Acetylcholinfreisetzung; Alpha‑Latrotoxin führt zu einer massiven, unkontrollierten Acetylcholinfreisetzung. Beide wirken prä
Karte 7
Frage: Wie verursacht Alpha‑Latrotoxin eine übermäßige Transmitterfreisetzung?
Antwort: Es bindet an präsynaptische Rezeptoren und kann Poren bilden, durch die viele Calciumionen einströmen. Der starke Calcium‑Einstrom bewirkt die gleichz
Karte 8
Frage: Welche Symptome entstehen durch die Wirkung von Alpha‑Latrotoxin auf motorische Endplatten?
Antwort: Starke Depolarisation der Muskelmembran führt zu Dauererregung: Muskelkrämpfe, Muskelverhärtungen und starke Schmerzen; zudem können vegetative Sympto
Karte 9
Frage: Wie wirkt Atropin und welche Rezeptoren sind betroffen?
Antwort: Atropin blockiert muskarinische Acetylcholin-Rezeptoren, vor allem im vegetativen Nervensystem (Organe, Drüsen, glatte Muskulatur).
Karte 10
Frage: Welche parasympathischen Wirkungen werden durch Atropin gehemmt und welche typischen Folgen treten auf?
Antwort: Parasympathische Wirkungen werden gehemmt; typische Folgen sind erhöhter Puls, trockener Mund, weite Pupillen und verminderte Speichel- oder Schweißse