Zusammenfassung von Kreislaufwirtschaft und Co-Creation im Produktmanagement

Kreislaufwirtschaft & Co-Creation im Produktmanagement: Dein Guide

Einleitung

Dieses Studienmaterial konzentriert sich auf die regionalen Aspekte der Implementierung der Kreislaufwirtschaft in Österreich. Es beleuchtet strategische Initiativen, Akteure, Finanzierung und konkrete Transformationen von Sektoren, die für den Übergang zu einem Kreislaufmodell im österreichischen Kontext wichtig sind. Ziel ist es, einen Überblick über praktische Aktivitäten, politische Maßnahmen und Beispiele zu geben, wie in Österreich schrittweise eine Infrastruktur für die Kreislaufwirtschaft aufgebaut wird.

Strategische Rahmenwerke und Akteure

Nationale Strategien und Dialoge

  • Österreich organisierte Abendveranstaltungen und öffentliche Dialoge zur Implementierung der Kreislaufwirtschaft, darunter drei Fortschrittsdialoge im Jahr 2023, in denen rechtliche und strategische Änderungen, Hindernisse und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Industrie, Regionen und NGOs diskutiert wurden.
  • Wichtiger Fokus: Schaffung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen, Sensibilisierung und Einbindung aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette.

Definition: Kreislaufwirtschaft = eine Reihe von Maßnahmen und Praktiken, die darauf abzielen, den Rohstoffverbrauch zu reduzieren, Materialien wiederzuverwenden und die Lebensdauer von Produkten zu verlängern.

Lokale und regionale Initiativen

  • Cluster und Netzwerke in den einzelnen Bundesländern fördern regionale Aktivitäten, die Vernetzung lokaler Akteure und die Umsetzung von Projekten.
  • Beispiel: Re-Use Austria — umfasst über 40 soziale Re-Use-Betriebe mit ~175 Geschäften, regionale Reparatur-Netzwerke in Wien und Graz (200+ kommerzielle Reparaturdienstleister) und über 200 Repair Café Standorte im ganzen Land.
💡 Wusstest du schon?Fun Fact: In Österreich gibt es Hunderte ehrenamtliche Repair Café Standorte, die maßgeblich zur Verlängerung der Produktlebensdauer und zur Abfallreduzierung beitragen.

Transformationsschwerpunkte (ausgewählte, für Österreich relevante Bereiche)

Die österreichischen Prioritäten leiten sich aus ressourcenintensiven Sektoren ab. Folgende Transformationen wurden für Österreich identifiziert:

  1. Bauwirtschaft und Infrastruktur (Hoch- und Tiefbau)
  2. Mobilität
  3. Kunststoffe und Verpackungen
  4. Textilindustrie
  5. Elektro- und Elektronikindustrie, IKT
  6. Biomasse
  7. Abfälle und Sekundärrohstoffe

Beispiele für Aktivitäten im Bereich Bauwirtschaft und Infrastruktur

  • Baustoffrecycling, Wiederverwendung von Fertigteilen, Förderung der Reduktion des Flächenverbrauchs (Initiative Brachflächen-Dialog zur Revitalisierung von Brachflächen).
  • Einbeziehung von Prinzipien des zirkulären Bauens in bestehende Förderungen, z.B. Integration des zirkulären Bauens in die Wohnbauförderung.

Definition: Brachflächen-Dialog = Initiative zur Reaktivierung ungenutzter Flächen mit dem Ziel, die Neuinanspruchnahme von Flächen zu reduzieren und biologisch aktive Böden zu schützen.

Finanzierung und Projektförderung

Geplante Maßnahmen im Rahmen der Strategie

  • Etablierung eines eigenen Förderbereichs für die Kreislaufwirtschaft im Umweltförderungsgesetz (UFG), einschließlich der Förderung nicht-investiver Aktivitäten (z.B. Produktdesign, Beratung, Bewusstseinsbildung). Die Förderung beschränkt sich nicht ausschließlich auf Unternehmen.
  • Integration von Mitteln aus der Recovery and Resilience Facility (RRF) und Harmonisierung von Förderungen zwischen Bund und Ländern.
  • Analysen zur Nutzung europäischer Struktur- und Investitionsfonds für zirkuläre Investitionen österreichischer Akteure.

Ausgleich von Marktnachteilen

  • Identifizierung von Förderungen oder Instrumenten, die dazu beitragen, wirtschaftliche Nachteile für zirkuläre Produkte und Modelle zu überbrücken (z.B. höhere Kosten für Wiederverwendung im Vergleich zu günstigen Einwegvarianten).

Förderung sozialwirtschaftlicher Unternehmen

  • Analyse der finanziellen Situation sozialwirtschaftlicher Unternehmen, die im Bereich Wiederverwendung und Reparaturdienstleistungen tätig sin
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Regionalität - Österreich: Kreislaufwirtschaft

Klíčové pojmy: Österreich organisierte 2023 Fortschrittsdialoge zur Implementierung der Kreislaufwirtschaft., Re-Use Austria koordiniert 175 Re-Use-Shops, regionale Reparatur-Netzwerke und über 200 Repair Cafés., Sieben Transformationsprioritäten für Österreich: Bauwesen, Mobilität, Kunststoffe/Verpackungen, Textilien, Elektro/IKT, Biomasse, Abfälle/Sekundärrohstoffe., Der Brachflächen-Dialog aktiviert ungenutzte Flächen, um neue Flächenversiegelung zu reduzieren., Einführung eines eigenen Förderblocks für die Kreislaufwirtschaft im Umweltförderungsgesetz (UFG)., Der Förderkompass bietet einen Überblick über Förderungen, der einmal jährlich aktualisiert wird., Benötigte Instrumente: Harmonisierung von Förderungen, Einbindung von Banken, Impact-Investitionen., Die Förderung sozioökonomischer Unternehmen erfordert gezielte Analysen und Finanzierungsmodelle., Die Integration von RRF und europäischen Fonds kann die Finanzierung zirkulärer Projekte erhöhen., Praktische Beispiele: Zirkuläres Design, Re-Use-Netzwerke, Revitalisierung von Brownfields.

## Einleitung Dieses Studienmaterial konzentriert sich auf die regionalen Aspekte der Implementierung der Kreislaufwirtschaft in Österreich. Es beleuchtet strategische Initiativen, Akteure, Finanzierung und konkrete Transformationen von Sektoren, die für den Übergang zu einem Kreislaufmodell im österreichischen Kontext wichtig sind. Ziel ist es, einen Überblick über praktische Aktivitäten, politische Maßnahmen und Beispiele zu geben, wie in Österreich schrittweise eine Infrastruktur für die Kreislaufwirtschaft aufgebaut wird. ## Strategische Rahmenwerke und Akteure ### Nationale Strategien und Dialoge - Österreich organisierte Abendveranstaltungen und öffentliche Dialoge zur Implementierung der Kreislaufwirtschaft, darunter drei Fortschrittsdialoge im Jahr 2023, in denen rechtliche und strategische Änderungen, Hindernisse und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Industrie, Regionen und NGOs diskutiert wurden. - Wichtiger Fokus: Schaffung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen, Sensibilisierung und Einbindung aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette. > Definition: Kreislaufwirtschaft = eine Reihe von Maßnahmen und Praktiken, die darauf abzielen, den Rohstoffverbrauch zu reduzieren, Materialien wiederzuverwenden und die Lebensdauer von Produkten zu verlängern. ### Lokale und regionale Initiativen - Cluster und Netzwerke in den einzelnen Bundesländern fördern regionale Aktivitäten, die Vernetzung lokaler Akteure und die Umsetzung von Projekten. - Beispiel: Re-Use Austria — umfasst über 40 soziale Re-Use-Betriebe mit ~175 Geschäften, regionale Reparatur-Netzwerke in Wien und Graz (200+ kommerzielle Reparaturdienstleister) und über 200 Repair Café Standorte im ganzen Land. Fun Fact: In Österreich gibt es Hunderte ehrenamtliche Repair Café Standorte, die maßgeblich zur Verlängerung der Produktlebensdauer und zur Abfallreduzierung beitragen. ## Transformationsschwerpunkte (ausgewählte, für Österreich relevante Bereiche) Die österreichischen Prioritäten leiten sich aus ressourcenintensiven Sektoren ab. Folgende Transformationen wurden für Österreich identifiziert: 1. **Bauwirtschaft und Infrastruktur** (Hoch- und Tiefbau) 2. **Mobilität** 3. **Kunststoffe und Verpackungen** 4. **Textilindustrie** 5. **Elektro- und Elektronikindustrie, IKT** 6. **Biomasse** 7. **Abfälle und Sekundärrohstoffe** ### Beispiele für Aktivitäten im Bereich Bauwirtschaft und Infrastruktur - Baustoffrecycling, Wiederverwendung von Fertigteilen, Förderung der Reduktion des Flächenverbrauchs (Initiative Brachflächen-Dialog zur Revitalisierung von Brachflächen). - Einbeziehung von Prinzipien des zirkulären Bauens in bestehende Förderungen, z.B. Integration des zirkulären Bauens in die Wohnbauförderung. > Definition: Brachflächen-Dialog = Initiative zur Reaktivierung ungenutzter Flächen mit dem Ziel, die Neuinanspruchnahme von Flächen zu reduzieren und biologisch aktive Böden zu schützen. ## Finanzierung und Projektförderung ### Geplante Maßnahmen im Rahmen der Strategie - Etablierung eines eigenen Förderbereichs für die Kreislaufwirtschaft im Umweltförderungsgesetz (UFG), einschließlich der Förderung nicht-investiver Aktivitäten (z.B. Produktdesign, Beratung, Bewusstseinsbildung). Die Förderung beschränkt sich nicht ausschließlich auf Unternehmen. - Integration von Mitteln aus der Recovery and Resilience Facility (RRF) und Harmonisierung von Förderungen zwischen Bund und Ländern. - Analysen zur Nutzung europäischer Struktur- und Investitionsfonds für zirkuläre Investitionen österreichischer Akteure. ### Ausgleich von Marktnachteilen - Identifizierung von Förderungen oder Instrumenten, die dazu beitragen, wirtschaftliche Nachteile für zirkuläre Produkte und Modelle zu überbrücken (z.B. höhere Kosten für Wiederverwendung im Vergleich zu günstigen Einwegvarianten). ### Förderung sozialwirtschaftlicher Unternehmen - Analyse der finanziellen Situation sozialwirtschaftlicher Unternehmen, die im Bereich Wiederverwendung und Reparaturdienstleistungen tätig sin