Konjunktiv II: Übungen und Anwendung für Deutschlerner
Délka: 1 minut
Was hätte sein können?
Wäre oder Würde?
Emilia: Genau das liebe ich an der Grammatik! Ein kleines Wort wie „hätte“ und plötzlich reden wir nicht mehr darüber, was passiert ist, sondern was hätte sein können!
Maximilian: Genau! Es ist wie eine Zeitmaschine für Sätze. Sie hören den Studyfi Podcast.
Emilia: Okay, lass uns das mal an einem Beispiel üben. Paul wurde platschnass, weil er keinen Regenschirm hatte. Was raten wir ihm jetzt?
Maximilian: Ganz klar: Paul hätte einen Regenschirm mitnehmen sollen. Das ist der Konjunktiv II der Vergangenheit mit Modalverben. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.
Emilia: Und wenn Simone ein Kleid online bestellt, das viel zu eng ist? Was war da der Fehler?
Maximilian: Simone hätte das Kleid im Geschäft anprobieren sollen. Der Aufbau ist immer gleich: „hätte“, dann das Partizip und am Ende das Modalverb.
Emilia: Super, nächstes Thema: „wäre“ oder „würde“? Ein Klassiker. „Ich … das Auto kaufen, wenn es nicht so teuer wäre.“
Maximilian: Da kommt „würde“ rein. „Ich würde das Auto kaufen.“ Es beschreibt eine hypothetische Handlung.
Emilia: Verstanden! Und bei: „Es … schade, wenn du nicht kommen könntest“?
Maximilian: Das ist ein Zustand, also: „Es wäre schade.“ „Wäre“ ist die Konjunktiv-Form von „sein“.
Emilia: Also als Faustregel: „würde“ für Aktionen, „wäre“ für Zustände. Das ist eine super Eselsbrücke!
Maximilian: Absolut! Und das war’s schon für heute. Bis zum nächsten Mal!
Emilia: Tschüss!