Test zu Jochen Gerz: Konzeptkunst und öffentliche Projekte
Jochen Gerz: Konzeptkunst und öffentliche Projekte verstehen
Test: Jochen Gerz Werke & Projekte, Konzeptkunst, Fotografie, Performance, Kunstinstallation, Gedenken und Erinnerung, Skulptur, Jochen Gerz Werk und Rezeption, Auszeichnungen
20 Fragen
Frage 1: Die Installation „EXIT – Materialien zum Dachau-Projekt“ (1972/74) wurde von den Besuchern in den siebziger Jahren hauptsächlich mit Gleichgültigkeit aufgenommen.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Die Installation „EXIT“ löste in den siebziger Jahren intensive Reaktionen und Verunsicherung bei den Betrachtern aus, wie kontroverse Einträge in Besucherbüchern belegen. Es gab keine Gleichgültigkeit, sondern eine starke Auseinandersetzung mit dem Werk.
Frage 2: Was beschreibt die Installation „News to News (Ashes to Ashes)“ am treffendsten bezüglich der Erfahrung des Betrachters?
A. Die Monitore zeigen offen 16 Kaminfeuer, um eine heimische Idylle zu schaffen.
B. Ein schwarzes 'Bild' und knisternde Brandgeräusche suggerieren Bedrohung, während die Rückseite der Monitore Kaminfeuer enthüllt, was einen Widerspruch erzeugt.
C. Die Installation besteht aus 16 Monitoren, die zur Wand zeigen und einen Text in Spiegelschrift überdecken, der direkt 'Feuer' erwähnt.
D. Der Betrachter wird durch ein vibrierendes Licht angezogen, das die Banalität von 16 hinter der Wand verborgenen Monitoren hervorhebt.
Erklärung: Die Beschreibung der Installation „News to News (Ashes to Ashes)“ im Text besagt, dass beim Eintreten ein schwarzes 'Bild' mit vibrierendem Licht und knisternden Brandgeräuschen wahrgenommen wird, die Feuer und Bedrohung suggerieren. Erst beim Blick hinter das Tableau werden 16 Kaminfeuer auf den Monitoren entdeckt. Diese Enthüllung der 'Banalität der heimischen Idylle' steht im 'Widerspruch zum Spektakel von Faszination und Schrecken', was Option 1 korrekt zusammenfasst.
Frage 3: Die Bürger von Harburg wurden ausschließlich dazu eingeladen, ihre Namen auf das Mahnmal zu schreiben, um dessen Versenkung zu beschleunigen.
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Obwohl die Einladung primär dazu aufrief, Namen hinzuzufügen, um die Versenkung des Mahnmals zu bewirken, zeigt der Text, dass die Bürgerpartizipation weitere, teils unerwünschte Formen annahm, wie z.B. Graffiti, Durchstreichungen, Hakenkreuze und Schussspuren, die ebenfalls auf der Bleiummantelung gefunden wurden.
Frage 4: Welche Aussage zur Entstehung des Mahnmals „2146 Steine“ in Saarbrücken ist ZUTREFFEND?
A. Die Steine wurden durch eine offizielle Auftragsarbeit des saarländischen Parlaments entnommen und graviert.
B. Die Initiative war ursprünglich geheim und illegal, wurde aber nachträglich legalisiert.
C. Studenten der Hochschule der Bildenden Künste Saar entfernten Pflastersteine, gravierten Namen jüdischer Friedhöfe ein und setzten sie mit der Schrift nach unten wieder ein.
D. Die Namen der Friedhöfe wurden von allen 66 jüdischen Gemeinden in Deutschland zur Verfügung gestellt, wobei die Aktion bereits 1986 begann.
Erklärung: Das Material beschreibt, dass das Mahnmal „nicht als Auftragsarbeit entstanden, sondern als eine ursprünglich geheime und illegale Initiative, die erst nachträglich vom saarländischen Parlament legalisiert wurde“, was Option 1 korrekt macht. Weiterhin wird erwähnt, dass Studenten der Hochschule der Bildenden Künste Saar „Pflastersteine aus der Allee des Saarbrücker Schlossplatzes“ entfernten, die Namen der jüdischen Friedhöfe eingravierten und „die Steine wurden allerdings mit der Schrift nach unten platziert“, was Option 2 ebenfalls korrekt macht. Option 0 ist falsch, da es sich nicht um eine offizielle Auftragsarbeit handelte. Option 3 ist falsch, da die Aktion im April 1990 begann und nicht bereits 1986.
Frage 5: Wurden die anonymen Antworten der Bewohner des Dorfes Biron auf dem neuen Obelisken des 'Lebenden Monuments' angebracht?
A. Ano
B. Ne
Erklärung: Jochen Gerz ließ die 127 anonymen Antworten der Bewohner auf Emailleschilder brennen und auf dem neuen Obelisken anbringen, der das Denkmal für die Gefallenen im Dorf Biron ersetzte.