Test zu Interventionsstudien und Lernstörungen

Interventionsstudien und Lernstörungen: Leitfaden für Studenten

Frage 1 von 50%

Bei einer doppelblinden klinischen Studie weiß lediglich der Studienteilnehmer nicht, ob er das tatsächliche Medikament oder ein Placebo erhält.

Test: Randomisierte kontrollierte Studien, Legasthenie, Dyskalkulie, Lesefähigkeit und Neuroimaging

20 Fragen

Frage 1: Bei einer doppelblinden klinischen Studie weiß lediglich der Studienteilnehmer nicht, ob er das tatsächliche Medikament oder ein Placebo erhält.

A. Ano

B. Ne

Erklärung: Eine doppelblinde klinische Studie ist definiert als eine Studie, bei der sowohl der Empfänger (Teilnehmer) als auch der Verabreichende nicht wissen, ob der Empfänger das tatsächliche Medikament erhält.

Frage 2: Gemäß den Studienmaterialien, warum ist die Dauer einer Studie ein wichtiger Aspekt bei ihrer Bewertung, insbesondere im Hinblick auf den Erfolg von Interventionen?

A. Die Studiendauer beeinflusst die Anzahl der Teilnehmenden, die rekrutiert werden können.

B. Eine ausreichende Studiendauer ist notwendig, um langfristige Effekte oder den Erfolg einer Intervention über einen längeren Zeitraum zu beurteilen.

C. Eine längere Studiendauer ermöglicht es, mehr Surrogatparameter zu messen.

D. Die Studiendauer ist entscheidend für die Randomisierung der Teilnehmenden in verschiedene Gruppen.

Erklärung: Die Studienmaterialien betonen: 'Ist die Studie lange genug gelaufen? Um etwa den Erfolg einer Ernährungsumstellung bei der Gewichtsabnahme zu bewerten, sollte das Gewicht auch noch nach einem halben oder einem Jahr nach Studienende geprüft werden – vielleicht sogar über einen noch längeren Zeitraum.' Dies zeigt, dass eine ausreichende Studiendauer, inklusive Nachbeobachtung, entscheidend ist, um den tatsächlichen Erfolg und die Nachhaltigkeit einer Intervention beurteilen zu können.

Frage 3: Musiktherapie wird in den Studienmaterialien als eine wirksame Behandlungsmethode bei Rechtschreibstörungen genannt.

A. Ano

B. Ne

Erklärung: Die bereitgestellten Studienmaterialien erwähnen Musiktherapie nicht als Behandlungsmethode für Rechtschreibstörungen. Die aufgeführten Behandlungen umfassen unter anderem Bewusstsein für Silben und Laute, Phonem-Graphem-Zuordnung, Gedächtnisabrufe, Kenntnisse von Regeln und Morphemen, sowie phonische, morphologische, orthographische und computergestützte Interventionen.

Frage 4: Welche Aussage über frühe Interventionsstudien bei Legasthenie, basierend auf den bereitgestellten Materialien, ist KORREKT?

A. Frühe Interventionen zeigen in der Vorlesephase erfolgreiche Verbesserungen der phonologischen Bewusstheit und der Buchstaben-Laut-Zuordnungen, aber oft keine Übertragungseffekte auf das Lesen in der ersten Klasse und darüber hinaus.

B. Langfristig, dreieinhalb Jahre nach der Intervention, zeigten weder Reading Recovery noch phonologisches Training signifikante Effekte auf die Leseleistung insgesamt, mit einer Ausnahme für eine Untergruppe bei Reading Recovery.

C. Computergestützte Anweisungen mit einem Tutor sind weniger effektiv als persönliches Eins-zu-eins-Training bei der Verbesserung der phonologischen Bewusstheit.

D. Die meisten frühen Interventionsstudien berichten von großen Effekten auf das Wortlesen, wie in den Daten zu Bus & van Ijzendoorn (1999) und Ehri et al. (2001) deutlich wird.

Erklärung: Laut den Studien von van der Leij (2013) und Hurry & Sylva (2007) können phonologische Bewusstheit und Buchstaben-Laut-Assoziationen erfolgreich verbessert werden, jedoch zeigen die Studien oft keine Übertragungseffekte auf das Lesen in höheren Klassen. Zudem zeigen die Langzeitstudien, dass es nach dreieinhalb Jahren im Allgemeinen keine signifikanten Effekte auf das Lesen gibt, abgesehen von einer spezifischen Untergruppe bei Reading Recovery. Option 2 ist korrekt. Option 3 ist inkorrekt, da computergestützte Anweisungen mit Tutor als genauso effektiv wie Eins-zu-eins-Training beschrieben werden. Option 4 ist ebenfalls inkorrekt, da Table I zeigt, dass viele Studien im Bereich Wortlesen 'n.s.' (nicht signifikant) oder vergleichsweise geringere Effekte aufweisen als für phonologische Bewusstheit und Letter Knowledge, und insbesondere die Langzeitstudien die Langzeiteffektivität auf das Lesen anzweifeln.

Frage 5: Die Metaanalyse zur Wirksamkeit digitalbasierter Interventionen für Kinder mit mathematischen Lernschwierigkeiten zeigte eine mittlere Effektstärke, was bedeutet, dass Kinder in Behandlungsgruppen eine größere Verbesserung der mathematischen Fähigkeiten zeigten als Kinder in Kontrollgruppen.

A. Ano

B. Ne

Erklärung: Die Studie zur Wirksamkeit digitalbasierter Interventionen für Kinder mit mathematischen Lernschwierigkeiten (Silsia Benasides-Varela et al.) besagt: „Die Random-Effects-Metaanalyse zeigte eine mittlere mittlere Effektgröße, dppc2 = 0.55, 95 % KI (0.19 – 0.90), p = 0.002, was bedeutet, dass Kinder in den Behandlungsgruppen eine größere Verbesserung der mathematischen Fähigkeiten zeigten als Kinder in den Kontrollgruppen.“