Zusammenfassung von Grundlagen der Textlinguistik
Grundlagen der Textlinguistik: Dein Überblick für Studium
Einführung
Textlinguistik ist eine Disziplin, die sich mit Texten als Einheiten kommunikativen Handelns befasst. Sie entstand in den 1960er Jahren im Rahmen der Entwicklung der Systemlinguistik und konzentriert sich darauf, wie einzelne Sätze einen kohärenten Text bilden.
Definition: Die Textlinguistik untersucht Strukturen und Mittel, die Sätze zu sinnvollen Texten verbinden und deren Funktion sowie ihre Einordnung in bestimmte Textsorten bestimmen.
Grundlegende Textmerkmale
Ein Text entsteht durch die Verbindung mehrerer Sätze zu einem Ganzen. Die Verknüpfung von Sätzen zu einem kohärenten Text erfolgt auf verschiedene grundlegende Weisen:
- gemeinsame lexikalische und grammatische Strukturen (Kohäsion)
- gemeinsames Thema und Unterthemen (Kohärenz)
- gemeinsame kommunikative Funktion (Textfunktion)
- Einordnung in eine Textkategorie (Textsorte / Textsortenhaftigkeit)
Kohäsion (lexikalisch-grammatische Verknüpfung)
Kohäsionsmittel sind sprachliche Mittel, die Sätze und Satzteile miteinander verbinden. Zu den häufigsten Kohäsionsmitteln gehören:
- Rekurrenz – die Wiederholung eines zuvor eingeführten Textelements
- Beispiel: "Gestern sah ich einen Vogel. Dieser Vogel war sehr klein."
- Substitution – der Ersatz eines Textelements durch ein anderes, inhaltlich verbundenes
- Beispiel: "Auf dem Markt standen heute Morgen ganze Stände voller farbenprächtiger Petunien. Diese Balkonpflanzen sind für mich die schönsten."
- Pro-Formen – sprachliche Elemente mit minimalem lexikalischem Gehalt, die auf den Kontext verweisen (Pronomen, Adverbien: dort, darauf; Demonstrativpronomen: dieser)
- Beispiele: "Das ist Marek. Er ist Linguist."; "Peter ist in Griechenland. Es gefällt ihm dort."
- Pro-Formen können anaphorisch (Rückverweis) oder kataphorisch (Vorverweis) sein.
- Der bestimmte Artikel (im Deutschen) oder analoge Mittel im Tschechischen – Verweis auf bereits Erwähntes
- Ellipse – das Weglassen von Wörtern, die implizit verständlich sind
- Beispiel: "Rom hat mir gefallen. Paris weniger." (weggelassenes Wort: gefallen)
- Tempus – die gemeinsame Zeitmodalität eines Textes (z.B. Erzählung im Präteritum)
- Konnektive / Konjunktionen – verbinden Satzglieder und Sätze
Definition: Kohäsion ist die lexikalisch-grammatische Verknüpfung zwischen Textteilen, ausgedrückt durch sprachliche Mittel wie Wiederholung, Pronomen, Ellipse oder Konjunktionen.
Kohärenz (inhaltlicher Zusammenhang)
Kohärenz bezieht sich auf die thematische und inhaltliche Verknüpfung von Sätzen in einem Text. Ein Text ist kohärent, wenn ein dominantes Thema und logisch geordnete Unterthemen vorhanden sind, die es dem Leser ermöglichen, den Text als Ganzes zu interpretieren.
- Beispiele für kohärente Verknüpfungen:
- thematische Progression (Einführung eines Themas → Ausarbeitung → Schlussfolgerung)
- kausale Beziehungen (Ursache → Wirkung)
- logische Sequenz (Schritt 1 → Schritt 2 → Ergebnis)
Definition: Kohärenz ist der innere thematisch-logische Zusammenhang eines Textes, der seine Interpretation als ganzheitliche Einheit ermöglicht.
Textfunktion
Ein Text hat immer eine kommunikative Zielfunktion, die oft mit der Textsorte korreliert. Beispiele:
| Textsorte | Haupttextfunktionen |
|---|---|
| Zeitungsartikel | informieren, mitteilen |
| Erzählung | unterhalten, kommentieren |
| Werbetext | appellieren, auffordern, empfehlen |
Definition: Die Textfunktion ist die primäre kommunikative Absicht eines Textes, die dessen Struktur und Mittel bestimmt.
Textsorten
Eine Textsorte ist eine Gruppe von Texten, die interne (sprachliche) und externe (funktionale, situative) Merkmale teilen. Typische Textsorten: Brief, Roman, Anzeige, Werbetext, Gebrauchsanweisung usw.
- Textsorten weisen Ähnlichkeiten auf in:
- der Wahl des Wortschatzes und Stils
- den Typen und der Häufigkeit von Satzkonstruktionen
- den Themen
- externen Kriterien wie Kommunikationssituation und Funktion
Definition
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Textlinguistik - Übersicht
Klíčové pojmy: Die Textlinguistik untersucht Texte als kommunikative Einheiten., Kohäsion = lexikalisch-grammatische Verknüpfung eines Textes, Kohärenz = thematisch-logische Verknüpfung eines Textes, Pro-Formen (Pronomen, Adverbien) gewährleisten Anapher/Katapher., Ellipse und Wiederholung verstärken die Kohäsion., Die Textfunktion bestimmt die kommunikative Absicht eines Textes., Eine Textsorte weist interne und externe Merkmale auf., Intertextualität = Verweise zwischen Texten, Textanalyse: Kohäsion, Kohärenz, Funktion identifizieren, Übung: Einen Absatz erstellen und die Mittel kennzeichnen., Kohäsion lässt sich direkt beobachten, Kohärenz erfordert Interpretation.